Kusey/Klötze. 38 Menschen sind vor 66 Jahren beim Bombenangriff auf Kusey ums Leben gekommen. Diesen, aber auch den 25 Menschen, die beim Bombenangriff in Klötze ihr Leben lassen mussten, haben zahlreiche Bürger gestern Mittag bei zwei Gedenkveranstaltungen in Kusey und Klötze gedacht. Einheitsgemeinde-Bürgermeister Matthias Mann erinnerte in seinen Ansprachen, dass hinter jedem Opfer ein Mensch, eine Biographie steht: "Und so lange wir an diese Menschen denken, sind sie nicht vergessen", erklärte er den Sinn der Gedenkveranstaltungen. Die hätten gerade angesichts der weltweiten Unruhen sowie der aggressiven Werbung rechtsextremistischer Gruppierungen im Vorfeld der Landtagswahlen nichts an ihrer Aktualität verloren.

Sich am 66. Jahrestag der Bombenangriffe auf Kusey und Klötze zu erinnern, sei nach Ansicht des Bürgermeisters ein "Zeichen gegen Hass und Krieg". Das setzten auch in Kusey etwa 30 Frauen und Männer, die zu der Veranstaltung am Gedenkstein "Nie wieder!" beim Bahnhof gekommen waren. Einige der Anwesenden konnten sich noch genau an das schreckliche Ereignis vor 66 Jahren erinnern: Bei strahlendem blauen Himmel, aber nicht so kaltem Wetter wie gestern, fielen die Bomben auf Lupitz nieder, die 38 Menschen das Leben kosteten und zahlreichen Familien unendliches und nie vergessendes Leid bescherten. "Es war das schrecklichste Ereignis in der Geschichte von Kusey und Lupitz", schätzte Matthias Mann, der selbst in Kusey zu Hause ist, ein.

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