Eine weiße Tafel, auch Whiteboard genannt, ist eine Weiterentwicklung der nur mit Schulkreide beschreibbaren Schultafel. Sie hat eine spezielle, glatte Oberfläche aus meist weißem Kunststoff, auf der mit speziellen Stiften geschrieben wird. Bilder, Wörter, Buchstaben und Zahlen lassen sich hin- und herschieben, es kann zu anderen Seiten gesprungen und wieder zum Ausgangstafelbild zurückgegangen werden. Die Schüler der Grundschule an der Aller sind begeistert von der neuen Tafel und auch die Lehrer halten viel von der Neuanschaffung.

Oebisfelde. Ein Wortgruppendiktat haben die Kinder der ersten Klasse der Grundschule an der Aller bereits hinter sich. Nun geht es weiter an der neuen Tafel. Lehrerin Dörte Metzner tippt mit einem speziellen Stift an die Tafel, ein neues Bild öffnet sich. Verschiedene Wörter in mehren Gruppen sind jetzt zu sehen, denen allerdings jeweils der Anfangsbuchstabe fehlt. Einzelne Buchstaben stehen in einem extra Kasten und sollen nun von den Schülern richtig zugeordnet werden, damit Reimpaare entstehen. Sofort schnellen die Finger der Kinder nach oben. Fast alle melden sich, denn das Arbeiten an der neuen elektronischen Tafel macht den Kindern großen Spaß. Ina Litzenberger darf nach vorne gehen, tippt mit dem Stift das richtige Bedienfeld an und schiebt den passenden Buchstaben an die richtige Stelle.

"Die Kinder haben ganz schnell ihre Scheu vor der neuen Technik verloren. Erst haben sie mir nur zugeschaut und natürlich genau beobachtet, welche Bedienfelder ich anklicke, um etwas zu verschieben, zu unterstreichen oder zu schreiben. Inzwischen sind sie selbst schon ganz fit an der Tafel", freut sich Metzner. Und nicht nur die Kinder sind begeistert von der Neuanschaffung, auch Dörte Metzner und Steffen Kopiscke, die als erste der Kollegen mit der neuen Tafel arbeiten, sind sehr zufrieden. Der Unterricht lasse sich sehr gut vorbereiten, vergangene Stundeninhalte könnten problemlos wieder aufgerufen werden, die Tafelbilder können im Vorfeld angefertigt werden, so dass im Unterricht mehr Zeit für die Kinder ist, berichten die Lehrer. Im Deutschunterricht, in Mathematik aber auch in Religion komme die Tafel in verschiedenen Klassenstufen zum Einsatz.

Das Kollegium der Grundschule an der Aller ist sehr froh, dass der Stadtrat Oebisfelde-Weferlingen den Mut zu dieser Neuanschaffung hatte. "Dafür können wir uns gar nicht genug bedanken", so Steffen Kopischke. Das Geld in Zeiten knapper Kassen für etwas Neues auszugeben verdiene Respekt, betonen er und seine Kolleginnen. In einiger Zeit sollen die Stadträte auch einmal in die Schule eingeladen werden, um sich anzusehen, wie mit der Tafel gearbeitet wird, kündigte Kopischke an. Im Internet habe er nur ganz wenige Grundschulen in Sachsen-Anhalt gefunden, deren Trägerkommunen die Anschaffung einer solchen Tafel aus eigener Kraft gestemmt hätten. Diese Neuanschaffung sei seine Meinung nach ein Pfund, mit dem Oebisfelde wuchern könne. Ein ganz großer Dank des Kollegiums der Grundschule an der Aller geht auch an Claudia Mühl und Karin Bratz, die an der Kuseyer Grundschule unterrichten. Dort bekamen die Oebisfelder Kollegen die Möglichkeit, sich mit dem Arbeiten an einer solchen Tafel vertraut zu machen, den Unterrichtsverlauf kennenzulernen und sich ein Bild von den vielen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten zu machen. "Dabei war die Freude der Schüler am Unterricht mindestens so beeindruckend wie die neue Technik selbst", erinnerte sich Kopischke.

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