Zur Grabenschau des Unterhaltungsverbandes Jeetze im Bereich Klötze begrüßte am Dienstagmorgen der Geschäftsführer des Verbandes, Uwe Heinecke, nicht nur die Mitglieder der Schaukommission, sondern auch Landrat Michael Ziche. Er wollte sich von der Arbeit des Unterhaltungsverbandes im vergangenen Jahr überzeugen und informieren, welche Vorhaben in diesem Jahr anliegen.

Klötze. "Gegenwärtig wird viel über einen erhöhten Grundwasserstand und Wasser in Kellern geredet", erklärte Michael Ziche. "Das tritt in unserem Bereich zwar nur punktuell auf, doch wir wollen diese Erscheinung als Verwaltung nicht aus den Augen verlieren. Wichtig ist dabei, dass die Gräben unterhalten werden, um einen Wasserabfluss zu gewähren." Außerdem verwies Ziche auf die zunehmend in den Mittelpunkt tretende Biomassenverwertung.

Von Straßen und Grabenrändern fallen 108 000 Tonnen Holz jährlich an, die zu verwerten sind. Schon in diesen Tagen wird entlang des Grabens zwischen Mustersiedlung und Ernststraße eine Standortregulierung bei Erlen erfolgen, informierte Uwe Heinecke. Dort werden schon heute Erlen gefällt, die nicht nur die Grabenunterhaltung behindern, sondern von denen eine Gefahr durch trockene Äste ausgeht, die herunterfallen.

"In zurückliegenden Jahren hatte der Naturschutz zur Standortregulierung zu früh nein gesagt, so dass wir jetzt die Bäume fällen müssen", erklärte der Geschäftsführer. Ebenfalls in Kürze sollen Mitarbeiter des Verbandes abgebrochene Steine der Böschungssicherung an der Purnitz im Bereich der Bahnhofstraße aus der Flusssohle entsorgen. "Da eigentlich die Stadt dafür zuständig ist, werden wir das in Rechnung stellen. Eine neue Ufersicherung ist dann allein Aufgabe der Stadt", informierte Heinecke.

Sorgen bereitet dem Verband Zabels Beeke im Bereich der Schützenstraße. Nur mit einem erheblichen Aufwand an Handarbeit ist die Böschungsmahd und Grabenräumung im Bereich der Gärten dort möglich. "Über Jahrzehnte wurde dort das Gartenland bis fast an die Böschungskrone genutzt, teilweise sind Gärten auch eingezäunt", zeigte Uwe Heinecke der Kommission. Außerdem sind Staustufen eingebaut, damit Teiche in den Gärten mit Wasser versorgt werden. Für die Wasserentnahme benötige aber jeder Gärtner eine wasserrechtliche Erlaubnis, die nicht vorliegt. "Über dieses Problem reden wir schon mehrere Jahre", kritisierte Hermann Wegner. "Die Stadt sollte die Gartennutzer zu einem klärenden Gespräch einladen." Bisher ist das nicht geschehen, wie Klaus Bergmann vom Bauamt der Stadtverwaltung eingestehen musste. "Für die Einladung ist aber nicht die Stadt, sondern der Kreis zuständig", erläuterte er. Das sei doch nur eine Frage des Wollens, schlussfolgerte Wegner.

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