Ihren Ruf als die Wanderkönige der Region stellten die Lüdelsener am Sonnabend einmal mehr unter Beweis. Knapp 160 Einwohner und Gäste gingen bei der vierten Winterwanderung auf die Strecke. Das bedeutet neuen Rekord für die Veranstaltung, die mit einem Grünkohlessen ausklang.

Lüdelsen. Während in anderen Dörfern der Region gerade einmal 20 bis höchstens 60 Teilnehmer bei den traditionellen Winterwanderungen zu verzeichnen sind, gehen in Lüdelsen seit einigen Jahren die Uhren anders. Hier ist stets das halbe Dorf unterwegs, wenn Ute Fäseke, Kathrin Elfert und ihre fleißigen Helfer zur Tour bitten. Am Sonnabend konnten die Organisatoren bei der nunmehr vierten Auflage erneut einen Rekord vermelden. Insgesamt 160 Einwohner und Gäste versammelten sich vor dem Saal, um auf die Strecke zu gehen.

Der gute Ruf der Wanderung hat sich inzwischen weit über Lüdelsen hinaus herumgesprochen. So nahmen auch Besucher aus Jübar, Bornsen und Beetzendorf teil, dazu Gäste aus Berlin, Gifhorn und Erfurt, die zur Zeit in Lüdelsen Freunde und Verwandte besuchen. "Also wieder einmal internationale Beteiligung", schmunzelte Ute Fäseke, die im Vorfeld alle Hände voll zu tun hatte. "300 Schmalzstullen habe ich geschmiert, hoffentlich reichen die für die Rast unterwegs", erzählte die Lüdelsenerin.

Zu denjenigen, die der Wanderung gewogen sind, gehört auch Petrus. Der schickte wieder einmal strahlenden Sonnenschein vom wolkenlosen blauen Himmel, so dass die Wanderer beste Bedingungen vorfanden. "Wenn man sieht, dass andere in diesem Jahr bei Sturm und Regen gelaufen sind, haben wir wirklich wieder einmal ein Riesenglück", freute sich Ute Fäseke.

Für die Streckenführung war erneut Förster Klaus Giese verantwortlich. Der Lüdelsener verzichtete diesmal auf die altbekannte Tour am Bahnhof vorbei, um die Teilnehmer mit einem anderen Weg bekanntzumachen. Am ehemaligen Ferienobjekt vorbei spazierten die Wanderer über den Tangelner Weg und die Hausbahn. Ziel war die Jagdhütte, wo bereits die ersehnte Rast vorbereitet war.

Bei Glühwein, Kinderpunsch und Schmalzstullen stärkten sich die Teilnehmer am prasselnden Lagerfeuer für den Rückweg. Wer zwischendurch Hunger oder Durst hatte, konnte sich aber auch an der mitgeführten Verpflegung bedienen, so dass die Kräfte nicht schwanden.

130 Kassler und 80 Hotdogs verputzt

Zurück ging es über die Walzenbahn und den Lüdelsener Weg in Richtung Saal. Da die Wandertruppe durch die schiere Zahl der Teilnehmer und das unterschiedliche Marschtempo sehr weit auseinandergezogen war, bestand die Gefahr, dass sich der eine oder andere verläuft. Doch auch dafür hatte Klaus Giese vorgesorgt und die Streckenführung mit neongrünen Pfeilen markiert. So trafen alle Wanderer nach zehn Kilometern in den Beinen wohlbehalten am Saal ein. Hier warteten bereits 130 Kasslerportionen mit Grünkohl und 80 Hotdogs für die jüngsten Teilnehmer darauf, verspeist zu werden.

"Denen es gefallen hat, die kommen sicher auch im nächsten Jahr wieder. Das entwickelt sich langsam so wie beim Immekather Scheunenfest", meinte Ute Fäseke, die sich im Namen des Organisationsteams bei der Gemeinde und der Jagdgenossenschaft für die finanzielle Unterstützung der Tour bedankte.

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