Mehrere Jahreshauptversammlungen von Feuerwehren haben in den vergangenen Tagen stattgefunden. Am Freitag trafen sich die Feuerwehrleute in Quarnebeck für einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr.

Quarnebeck. Bereits 40 Jahre ist Gerhard Richter Mitglied der Ortsfeuerwehr Quarnebeck. Am Freitagabend wurde er von Klötzes Bürgermeister Matthias Mann während der Jahreshauptversammlung der Wehr geehrt. Zuvor gab Wehrleiter Uwe Röhl einen Überblick über die Aktivitäten der Brandbekämpfer im vergangenen Jahr.

"Wichtig ist die Ausbildung, um stets den Anforderungen, die an uns Feuerwehrleute gestellt werden, gerecht zu werden. Dazu fanden monatlich Schulungen statt. In den Wintermonaten standen theoretische Themen, im Sommer praktische Übungen im Mittelpunkt", erläuterte der Wehrleiter. Während im ersten Halbjahr die Teilnahme der Feuerwehrleute gut war, hätte diese in den Sommermonaten besser sein können, schätzte er ein.

Nicht alles ist also so gelaufen, wie es sich der Wehrleiter vorgestellt hat. "Vorgenommen hatten wir uns einen Schulungstag bei der Wenzer Wehr, um das dortige Fahrzeug kennen zu lernen. Das ist wichtig, weil wir gewöhnlich gemeinsam mit den Nachbarwehren zu Einsätzen gerufen werden", stellte Röhl fest. "Dazu sollte jeder Feuerwehrmann auch wissen, womit das Fahrzeug der Nachbarwehr bestückt ist. Diese Schulung wollen wir in diesem Jahr nachholen", stellte er in Aussicht.

Die Quarnebecker Feuerwehr verfügt über zwei Atemschutzträger. Gefordert sind aber vier. Dieser Mangel soll in diesem Jahr beseitigt werden. Außerdem soll ein Lehrgang für Sprechfunk von Quarnebecker Kameraden besucht werden.

Eine Ölspur und zwei umgekippte Bäume

Zu drei Einsätzen wurden die Quarnebecker Brandbekämpfer im vergangenen Jahr gerufen. Dazu gehörte die Beseitigung einer Ölspur sowie zweimal die Beseitigung von Bäumen auf Straßen. "Bei unserem zweiten Einsatz am 23. Dezember konnten wir das defekte Tor des Feuerwehrhauses erst mit zusätzlichem Aufwand öffnen. Dabei ist wertvolle Zeit verloren gegangen", erklärte Uwe Röhl. "Ausrücken mussten wir dann nicht mehr, da die Wenzer Feuerwehrleute den Baum bereits beseitigt hatten."

Am folgenden Tag gegen 6 Uhr lief das Ausrücken dann problemlos. "Wir beseitigten Bäume von den Straßen zwischen Quarnebeck und Wenze sowie Quarnebeck und Trippigleben. Außerdem besetzten wir das Gerätehaus während eines längeren Stromausfalls im Dorf, wie es verlangt wird", dankte Röhl den Kameraden. Das Tor ist inzwischen repariert.

Aber auch in dem Ortsteil kann man sich auf die Feuerwehrleute verlassen. Anfang des Jahres leiteten sie das Weihnachtsbaumverbrennen. Zum Osterfest stellten sie die Versorgung beim Eiertrudeln und abends beim Osterfeuer sicher. Auch das Aufstellen des Maibaumes war traditionsgemäß ihre Aufgabe. Der Wehrleiter achtet außerdem darauf, dass nicht nur die Aufgaben erfüllt werden, sondern auch das Gesellige nicht zu kurz kommt. So starteten die Feuerwehrleute Ende Mai zu einer Kremserfahrt nach Peckfitz und Kämkerhorst. Zum Ausklang des Tages gab es Schwein am Spieß.

Und aktiv vertreten waren die Brandbekämpfer auch bei Festen in der Region. Zum Feuerwehrjubiläum der Röwitzer Ortswehr waren die Quarnebecker Kameraden ebenso dabei wie beim Ausscheid der Stadtwehren in Trippigleben. Auch beim Wettkampf in Wiepke fehlten sie nicht. Und beim Schützenfest des Quarnebecker Vereins organisierten sie nicht nur den Traditionswettkampf, sondern nahmen auch am Ummarsch teil, listete Uwe Röhl auf.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann würdigte die Aktivitäten der Quarnebecker Wehr und übergab einen Knisterumschlag. Um einigen Gerüchten entgegenzuwirken erklärte er, dass die Stadt alle 16 Wehren benötigt: "Bei einem Territorium von 270 Quadratkilometern können wir auf keine Feuerwehr in den Orten verzichten. Zu Weihnachten haben wir gesehen, wie froh die Bewohner eines Ortes sein können, in denen eine funktionierende Wehr existiert." Darum wird die Quarnebecker Wehr auch weiter unterstützt und in Kürze einen Leuchtmittelsatz für ihr Notstromaggregat bekommen, sicherte der Bürgermeister zu.

Wehr feiert 2012 das 85-jährige Bestehen

Einen Dank an die Kameraden richtete auch Ortsbürgermeister Marco Wille. Er verwies darauf, dass die Wehr 2012 ihr 85-jähriges Bestehen feiern kann und dieses Fest schon jetzt vorbereitet werden müsse. Im Anschluss wurde nicht nur Gerhard Richter für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, sondern auch Frank Lenz und Christian Krebs erhielten für 20-jährige Mitgliedschaft Urkunden. Und Christoph Fäsche ist bereits zehn Jahre bei der Feuerwehr dabei. Befördert wurden dann noch Conrad Fäsche zum Feuerwehrmann und Christoph Fäsche sowie Stefan Schulz zum Oberfeuerwehrmann. Mit einem Essen und Gesprächen klang die Jahreshauptversammlung im Gemeindesaal aus.

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