Auch der Klötzer Tierpark hat Schäden aus dem in diesem Monat zu Ende gehenden Winter zu verzeichnen. Bäume waren infolge der Schnee- und Eismassen um- und Äste abgebrochen, hatten dabei Gehege beschädigt. Wie Bauamtsleiter Dieter Neuschulz gegenüber der Volksstimme erklärt, werden dieser Tage die letzten dieser Schäden behoben. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden ist ein ebenfalls in städtischem Besitz befindliches Waldstück in unmittelbarer Nachbarschaft.

Von Martin Rieß

Klötze. Enorme Schäden nach Schneebruch sind in den Wäldern in der westlichen Altmark zu verzeichnen (die Volksstimme berichtete). Und auch die Einheitsgemeinde Klötze hatte Schäden zu verzeichnen. Aufräumarbeiten finden derzeit daher auch im Klötzer Tierpark statt.

Zwei Eichen werden noch ausgelichtet

Wie Dieter Neuschulz, Leiter des Bauamtes, auf Nachfrage der Volksstimme erklärt, werden dieser Tage zum Abschluss der Schadensbeseitigung zwei Eichenbäume ausgeschnitten. Neuschulz: "Diese stehen aber abseits der Wege, so dass jetzt wie auch in den vergangenen Tagen keine Gefahr für die Besucher besteht."

Neben Bäumen, aus deren Kronen Äste herausgebrochen waren und die jetzt wieder auf Vordermann gebracht werden mussten, hatten auch die Gehege einiges abbekommen: Herabstürzende Äste hatten die Zäune an einigen Stellen zerrissen. Diese Gelegenheit haben allerdings keine der Schützlinge des Klötzer Tierparkes genutzt, um in den Wäldern der Altmärkischen Schweiz ein neues Zuhause zu finden. Warum auch: Angesichts der dichten Schneedecke - im Klötzer Tierpark konnten sie sicher sein, regelmäßig gefüttert zu werden.

Wie Dieter Neuschulz berichtet, waren von den Zaunschäden im Wesentlichen die Außenzäune betroffen. Das erst im vergangenen Jahr angelegte Wildschweingehege blieb unbeschädigt.

Betroffen von eingerissenen Zäunen war hingegen das Areal, auf dem das Damwild in Klötze lebt. "Wenn wir gemerkt hätten, dass die Tiere flüchten, hätten wir die schadhaften Stellen sehr kurzfristig auch mit Bauzäunen abdichten können", berichtet der Leiter des Klötzer Bauamtes. Da dies nun aber nicht der Fall war, konnten sich die Mitarbeiter der Stadt auf die eigentliche Reparaturarbeiten konzentrieren.

Wie Dieter Neuschulz sagt, seien beispielsweise an mehreren Stellen fachmännisch die Drahtzäune repariert worden. "Einen großen finanziellen Aufwand für das Material hat das für uns eigentlich kaum bedeutet", so Neuschulz. Zu Buche geschlagen habe vielmehr der Einsatz der Technik und dass die Mitarbeiter der Stadt während der Reparaturarbeiten an dieser Stelle gebunden waren und sich nicht andernorts nützlich machen konnten.

Der Tierpark war während der extremen Witterungsphase zum Jahreswechsel sogar aus Sicherheitsgründen für einige Tage gesperrt gewesen. Wie Dieter Neuschulz mitteilte, bot die Sperrung zudem, die Gelegenheit, noch vor der bereits vor anderthalb Monaten erfolgten Wiedereröffnung die größten Schäden unter Einsatz von Technik zu beheben.

Städtisches Waldstück ebenfalls betroffen

Was das kommunale Eigentum angeht, ist es indes nicht allein der beliebte Tierpark, der in Mitleidenschaft gezogen worden ist. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein kleines Waldstück, das ebenfalls im Besitz der Einheitsgemeinde ist. "Dabei handelt es sich zu großen Teilen um einen dichten Bestand mit Nadelbäumen, die etwa 20 Jahre alt sind."

Wie auch in den umliegenden Forsten sind es insbesondere diese Bäume gewesen, die unter dem Schnee mit dem folgenden gefrierendem Regen zu leiden hatten: Auch auf dem städtischen Gebiet konnten die im Vergleich zu Altbeständen dünnen Stämme die enorme Last oft nicht tragen und brachen um. Betroffen davon sind auch im Stadtforst insbesondere Kiefern, die angesichts ihrer Wuchsform besonders hohe Schnee- und Eislasten zu verkraften hatten.