Die drei Klötzer Apotheken sind gestern im Ratssaal geehrt worden: In einem feierlichen Rahmen übergab Günter Hase, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates, die Urkunden über die Zertifizierung für Seniorenfreundlichkeit. Damit sind die Klötzer Vorreiter im Altmarkkreis.

Klötze. Premiere für den Altmarkkreis: Zum ersten Mal sind Apotheken für ihre Seniorenfreundlichkeit ausgezeichnet worden. Die drei Klötzer Apotheken haben sich als erste prüfen lassen. Und damit war es nach eigenem Bekunden für Günter Hase, Vorsitzender der Seniorenvertretung, eine besondere Freude, Grit Schönfisch von der Altmarkapotheke, Brigitte Liwowski von der Lindenapotheke und Christine Harms von der Stadtapotheke die Urkunden zu überreichen. Hase: "Die "Gesundheit ist für alle Menschen das höchste Gut." Und je älter ein Mensch wird, desto mehr ist er auf eine gute medizinische Betreuung angewiesen. Dabei zählen, so Hase, nicht allein die Ärzte, sondern insbesondere auch die Apotheker.

Daher gibt es eine standardisierte Zertifizierung, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen entwickelt worden ist (siehe Infokasten rechts). Die Apotheken können freiwillig an dem kostenpflichtigen Verfahren teilnehmen. Ziel ist es, dass möglichst viele Einrichtungen Kriterien erfüllen, die Senioren besonders wichtig sind. Hase: "Nicht allein die drei zertifizierten Apotheken, auch die Stadt hat uns bei unserem Vorhaben unterstützt. Klötze ist damit Vorreiter und sollte Vorbild für die anderen Regionen der Altmark sein", so der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann mochte dieses Lob gern hören und hob in seinen kurzen Worten hervor, dass die Bedeutung der Senioren in Zukunft zunehmen wird: Nicht allein, was den Anteil an der Bevölkerung angeht. Auch was das Engagement und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben betriff.

Uwe Harms, Abgeordneter der CDU im Magdeburger Landtag, weiß aus familiären Gründen genau über das Apothekenwesen Bescheid. Er sprach gesterm der Zertifizierung einen Nutzen nicht allein für Senioren zu: "Was für die Senioren gut ist, hilft auch allen anderen Menschen."