Auf ein arbeitsreiches Jahr konnte Wehrleiter Bernd Grobauer am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung der Bornsener Feuerwehr zurückblicken. Er ermahnte die Brandbekämpfer zugleich, mehr Augenmerk auf die Weiterbildung zu legen.

Bornsen. Nur zweimal mussten die Kameraden der Bornsener Wehr im vergangenen Jahr ausrücken. Neben der Beseitigung eines umgestürzten Baumes zwischen Dankensen und Bornsen am 23. September hielt vor allem der Großbrand bei Bombeck am 22. Juli die Feuerwehrleute in Atem. Neun Stunden waren die Bornsener Kameraden im Einsatz, allerdings nicht an vorderster Front. "Wir sind durch den Wald gelaufen und haben Glutnester bekämpft", berichtete Wehrleiter Bernd Grobauer am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung.

Neben den Einsätzen waren die Kameraden aber auch Monat für Monat in Sachen Ausbildung und für das Dorf unterwegs. So trafen sie sich im März zum Arbeitseinsatz im Feuerwehrhaus und sammelten Holz für das Osterfeuer im April. Für Ärger sorgten dabei die großen Mengen, die manch ein Bornsener zum Abtransport vor die Tür stellte. "Das wird es künftig nicht mehr geben. Wer mehr als einen Pkw-Anhänger voll hat, muss sich bei Roland Freitag melden und mit ihm die Abholung ausmachen", kündigte Grobauer an.

Höhepunkte im April waren das Treffen mit den anderen Wehren der Gemeinde in Lüdelsen und das Maibaumholen. Im Mai kehrten die Bornsener mit einem dritten Platz bei den Männern und einem Sieg bei der Jugend vom Verbandsausscheid in Kuhfelde zurück. "Der Nachwuchs schaffte dabei sogar den dritten Sieg in Folge und darf den Wanderpokal behalten", freute sich Grobauer, der jedoch gleichzeitig das Aus für die Jugendwehr ab nächstem Jahr verkünden musste. "Zwei junge Kameraden haben wir in den aktiven Dienst übernommen und es kommen einfach keine Kinder und Jugendlichen nach", bedauerte der Wehrchef.

Beim Ausscheid des alten Wirkungsbereichs gingen die Bornsener noch mit der alten TS 8/8 an den Start. Doch die ist inzwischen kaputt und soll auch nicht wieder repariert werden. "Dafür gibt es leider kein Geld", meinte Grobauer. Einen sechsten Platz erreichten die Bornsener beim Kreisausscheid in Kuhfelde.

Höhepunkt des Jahres war die 75-Jahr-Feier der Wehr im August, bei der auch ein Orientierungsmarsch veranstaltet wurde. Außerdem organisierten die Kameraden einen Preisskat, eine Fahrt nach Hamburg, eine Schrottsammlung im Dorf und im Oktober den Fackelumzug zum Tag der Deutschen Einheit. An Neuanschaffungen zählte der Wehrleiter einen Saugkorb und Gardinen für den Versammlungsraum oben im Feuerwehrhaus auf.

Was die Weiterbildung betrifft, so mahnte Bernd Grobauer für die nächsten Jahre eine verstärkte Konzentration seiner Kameraden an. "Immer daran denken: Der Eintritt in die Wehr ist freiwillig, aber der Dienst ist Pflicht. Wenn wir hier nicht am Ball bleiben, gibt es unsere Feuerwehr in fünf, sechs Jahren nicht mehr", meinte der Wehrleiter, der zugleich bemängelte, dass sich bei Arbeitseinsätzen immer nur einige wenige Kameraden einfinden. Einen weiteren Bericht zur Versammlung lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben.