Hohenhenningen. Während das erste Halbjahr 2010 für die Brandbekämpfer in Hohenhenningen recht ruhig verlief, häuften sich die Einsätze im zweiten Halbjahr. Sechs Mal heulte die Sirene in dem kleinen Dorf des Ortsteils von Lockstedt. Am Freitagabend zog Wehrleiter Guido Lawerenz während der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Bilanz.

Glimpflich verlief der Einsatz bei ere ersten Alarmierung am 29. Juni. "Es war wohl ein Ödlandbrand bei Apenburg. Kurz nach dem Ausrücken konnten wir den Einsatz abbrechen, weil das Feuer bereits unter Kontrolle war", erklärte der Wehrleiter. Ähnlich verlief die Alarmierung auch am 12. Juli des vergangenen Jahres. Da brannte wohl ein Acker zwischen Klötze und Schwiesau. "Unser Einsatz war ebenfalls nicht notwendig", erinnerte sich Lawerenz.

Am 12. Juli brannte ein Getreidefeld zwischen Jeeben und Poppau. Die Hohenhenninger Feuerwehrleute waren dort bei der Brandbekämpfung gefordert. Am 11. September war dann der größte Einsatz des vergangenen Jahres. In Neuendorf stand ein altes Fachwerkhaus in Flammen. Neben weiteren Wehren der Umgebung waren auch die Männer von Hohenhenningen mit ihrem Löschfahrzeug W50 vor Ort. Das inzwischen unbewohnte Haus konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Am 23. und 24. Dezember war auch für die Kameraden in Hohenhenningen Dauereinsatz angesagt. An den Tagen waren sie mehrmals im Einsatz, um von der Schneelast umgestürzte Bäume von den Straße zu räumen. Klötzes Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl dankte den Kameraden nicht nur für ihre Einsatzbereitschaft, sondern machte auch deutlich, dass in der Einheitsgemeinde auf keine Ortswehr verzichtet werden kann. "Das zeigt sich auch daran, dass die Hohenhenninger Wehr in den zurückliegenden zehn Jahren zu insgesamt 43 Einsätzen gerufen wurde", zeigte er auf. "Und die Tendenz ist steigend. Besonders wichtig ist, dass in den Wehren genügend Atemschutzträger ausgebildet sind. Diese Leute werden dringend benötigt", machte Wührl deutlich.

Klötzes Ordnungsamtsleiterin Kathrin Wißwedel bestätigte das. "Macht weiter so und lasst in Eurer Einsatzbereitschaft nicht nach", wünschte sie sich. Dem Wehrleiter überreichte sie als Dank einen Knisterumschlag. Einen solchen Umschlag hätte auch Neuendorfs Ortsbürgermeisterin Domenica Borm gern übergeben, doch das Geld sitzt in den Ortsteilen nicht mehr so locker. Im vergangenen Jahr konnte sie die Wehr noch finanziell unterstützen, denn neben der Jagdgenossenschaft sind es nur noch die Brandbekämpfer, die einiges für das gesellschaftliche Leben im Ort tun.

So veranstalteten die Feuerwehrleute 2010 am Tag nach der Jahreshauptversammlung einen Preisskat, sorgten beim Osterfeuer am Grill für die Bewirtung der Besucher und übernahmen wieder das Aufstellen des Maibaumes.

"Anfang Mai feuerten wir das 75-jährige Bestehen unserer Wehr mit Zelttanz am Freitag und Sonnabend sowie Feuerwehrwettkampf. Weitere Höhepunkte waren das Sportfest nach den Sommerferien, Anfang September der Lampionumzug und die Winterwanderung mit bester Beteiligung der Einwohner.