Oebisfelder Erzieherinnen verschiedener Einrichtungen haben in den vergangenen Wochen 100 Stunden ihrer Freizeit geopfert, um am 100-Stunden-Programm teilzunehmen. Für die Weiterbildungsmaßnahme gab es Fördermittel vom Land, die allerdings nur die Kosten für den Dozenten abdeckten.

Oebisfelde. "Alle, die hier heute sitzen, haben 100 Stunden ihrer Freizeit geopfert - ohne Vergütung - an Freitagabenden, samstags. Das verdient ganz ausdrücklich große Anerkennung", dankte Oebisfelde-Weferlingens Bürgermeisterin Silke Wolf, die gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Peter Schorlemmer die Urkunden, Blumen und Zertifikate überreichte, allen anwesenden Erzieherinnen. Mit Sekt und Häppchen wurde der erfolgreiche Abschluss gefeiert.

Während der Weiterbildungen, die der Pädagoge Dr. Norbert Vollmer in den jeweiligen Einrichtungen gestaltete, ging es nicht nur um neueste pädagogische Erkenntnisse und Lehrmethoden, sondern auch um Arbeitstechniken, ergonomische Aspekte, Psychologie und Methodik. "So wurden die Erziehungsinhalte und das Bildungskonzept der Einrichtungen auf den Prüfstand gestellt", sagte Wolf. Das sei wichtig, weil in den sehr gut ausgelasteten Kindereinrichtungen der Stadt viele Kinder täglich mehr Stunden seien als zu Hause. "Deshalb haben wir schon den Anspruch, was die Bildung betrifft, am Ball zu bleiben", so Wolf.

Während der Weiterbildung wurden auch die Räumlichkeiten und die Ausstattung der Einrichtungen kritisch überprüft und wertvolle Hinweise auch an den Träger gegeben. Es gebe einiges, was überdacht werden könnte.

Ausdrücklich lobte Wolf die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Erzieherinnen, die die Herausforderungen gerne angenommen hätten. "Ein großes Danke, denn wer schenkt seinem Arbeitgeber heutzutage schon 100 Stunden Zeit", so Wolf.

Ein großes Lob gab es auch für den Dozenten Dr. Norbert Vollmer. Er habe mit viel Feingefühl und sehr anschaulich verschiedenste Themen behandelt. Der Bildungsauftrag, die Grundorientierung und Bildungsprozesse, pädagogische Professionalität, Beobachtung, Dokumentation und Evaluation sowie Erziehungspartnerschaft waren dabei die Themen.

Auch die Mitarbeiterinnen der anderen städtischen Kindereinrichtungen werden diese Weiterbildung noch absolvieren, so Wolf.