Klötze/Oscherlseben. Eine Delegation mit Klötzer Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern hat am Mittwoch einen Ausflug in die Börde nach Oschersleben unternommen. Dort betreibt der Energiekonzern E.ON Avacon seinen ersten "Musterleuchtenpark" in Sachsen-Anhalt. Wie Klötzes Bürgermeister Matthias Mann gestern informierte, sei das Verkaufsverbot für ineffektive Straßenlampen im Jahr 2015 Anlass, sich zu informieren. Rund 2000 Straßenleuchten gibt es in der Einheitsgemeinde, etwa die Hälfte davon in Klötze. Die meisten davon sind mit Quecksilberdampflampen bestückt. Wie das Umweltbundesamt in Dessau informiert, wird es für diese Lampenart für die normale Straßenbeleuchtung kaum eine Zukunft geben - technisch wird es nicht möglich sein, sie auf den gewünschten Effektivitätsgrad zu bringen.

Alternativen bieten beispielsweise neuartige Halogenmetalldampflampen und Straßenbeleuchtungen mit Leuchtdioden. Allerdings lassen sich bei Straßenbeleuchtungen nicht unbedingt die alten Lampen austauschen, indem man einfach die Lampen eines neuen Systems in die Fassung schraubt. Daher will genau überlegt sein, welches neue System zum Einsatz kommen soll. Matthias Mann: "Ich hege nicht unbedingt besondere Sympathien für eine der 30 Beleuchtungsarten, die uns in Oschersleben vorgestellt worden sind." Ihm gehe es einzig und allein darum, welche Straßenlampen für die Stadt die wirtschaftlichste Lösung sind. Neben den Anschaffungs- und Montagekosten summieren sich auch die Energiekosten auf beachtliche Beträge. Als besonders effizient gelten derzeit die Lampen, in denen mittels Leuchtdioden Licht erzeugt wird. Für Stromersparnis können zudem Lampen sorgen, die sich dimmen lassen, bei denen also die Leuchtkraft an die Helligkeit beispielsweise in der Dämmerung angepasst werden kann.

"Avacon bietet bei der Umrüstung Unterstützung an", so der Bürgermeister. Besonders wichtig sei es für Klötze, dass die Lampen zunächst richtig erfasst werden. Mann: "Leider fehlen an vielen Stellen die Dokumentationen darüber, welche Straßenleuchten technisch wie ausgestattet sind." Allerdings solle - selbst wenn es in Zukunft eine Zusammenarbeit mit dem Stromkonzern geben sollte - die Zusammenarbeit auch mit den heimischen Handwerksfirmen - Elektrikern und Elektroinstallateuren - nicht zu kurz kommen.

Die Exkursion, an der auch die Ortsbürgermeister Domenica Born, Klaus Ewertowski, Klaus-Walter Vohs und Marco Wille sowie Kathrin Wißwedel, Dieter Neuschulz und Klaus Bergmann von der Verwaltung teilnahmen, sollte laut Bürgermeister Mann zunächst dazu dienen, sich einen Überblick zu verschaffen.