Für zirka drei Millionen Euro wird das Beetzendorfer Seniorenheim An den Kastanien derzeit erweitert. Gemeinsam mit dem Klötzer Landtagsabgeordneten Uwe Harms machte sich Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch gestern ein Bild von den laufenden Bauarbeiten.

Beetzendorf. "Wir wollen den Herren in Magdeburg mal zeigen, dass auch im ländlichen Raum etwas entstehen kann, wenn man gut zusammenarbeitet", gab Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch gestern Vormittag die Richtung vor, als er zusammen mit dem Klötzer CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Harms das Seniorenheim An den Kastanien besuchte. Für wenig Geld habe die Gemeinde dem Sozialcentrum Altmark (SCA), dem Betreiber des Heimes, das Nachbargrundstück mit dem leerstehenden ehemaligen Charlottenstift verkauft, damit dieses in die Erweiterungspläne mit einbezogen werden kann.

Das sei nur möglich gewesen, weil man von Anfang an eine gute Kooperation ohne Befindlichkeiten gepflegt habe, erklärte Schmauch und verwies auf die Anfänge Ende der 90er-Jahre, als sich das SCA für Beetzendorf als Standort des neuen Heimes starkmachte, die ehemalige Puddingschule von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekam und diese Pläne auch beim Kreis durchsetzte. "Das Seniorenheim und auch das Caritas-Heim sind ein richtiger Lustgewinn für Beetzendorf geworden. Sie liegen mitten im Ort und sind voll in das Leben integriert", freute sich der Ortschef.

SCA-Geschäftsführerin Bärbel Müller gab die Komplimente zurück. Schließlich würden die Beetzendorfer Einrichtungen, ob Bibliothek, Schulen oder Kita, ausgezeichnet mit dem Heim zusammenarbeiten. Und auch die Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte, auf die das Heim gerade während der laufenden Umbau- und Erweiterungsarbeiten angewiesen ist, klappe sehr gut. "Tagsüber, wenn die Bauarbeiter zugange sind, werden die Bewohner im Speiseraum betreut, um dem Baulärm aus dem Wege zu gehen. Da brauchen wir jede Hilfe und wir sind froh, genügend Leute gefunden zu haben", freute sich Bärbel Müller.

Derzeit laufen die Arbeiten an der Erweiterung des Heimtraktes. Dazu werden zunächst die vorhandenen 40 Plätze umgebaut. An der Nordseite, wo sich bisher die Terrasse befand, entsteht ein Anbau, der für weitere Gemeinschaftsräume auf beiden Etagen genutzt werden soll. Zudem werden die Gemeinschaftsräume an der Ostseite vergrößert und die Westseite mittig mit einem zweiten Fahrstuhl ausgerüstet. Anschließend kommt ein weiteres Stockwerk auf den vorhandenen Flügel drauf. "Dort schaffen wir weitere 21 Plätze für Menschen mit fortgeschrittener Demenz", erläuterte Bärbel Müller. Aus den derzeit zwei Wohnbereichen werden sechs stationäre Hausgemeinschaften, in denen künftig jeweils zehn pflegebedürftige Menschen zusammenleben.

Weitere neun Seniorenwohnungen mit Gemeinschaftsräumen entstehen im benachbarten Charlottenstift. Das Gelände zwischen beiden Gebäuden soll neu gestaltet werden und unter anderem einen Garten der Sinne enthalten. "Dort findet sich dann auch der Teich wieder, den wir im Eingangsbereich leider wegnehmen mussten", erläuterte die Geschäftsführerin.

Bei einem Gespräch mit dem Heimbeirat bekamen Bürgermeister und Landtagsabgeordneter viel Positives über das Leben in der Einrichtung zu hören. So wurde vor allem die Küche gelobt, die täglich zwei Wahlessen zubereite, und auch die Lage des Heimes, die kleine Spaziergänge ermögliche, hoben die Senioren hervor. Die Küche wird es übrigens auch nach dem Umbau weiter geben, dazu sollen alle Mitarbeiter, die derzeit noch bei der Firma Dussmann angestellt sind, ab 1. Mai übernommen werden, kündigte Bärbel Müller an.

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