Die Jahreshauptversammlung des Oebisfelder Heimatvereins nutzte der Vereinsvorsitzende Ulrich Pettke, um Bilanz für das vergangenen Jahr zu ziehen. Aber auch Ausblicke auf die Vorhaben für das Jahr 2011 gab es. Auch dafür hat sich der Verein wieder einiges vorgenommen.

Oebisfelde. "Wir hatten auf unserem Jahresplan 2010 insgesamt 13 Veranstaltungen stehen, die wir organisierten oder an denen wir uns beteiligten", so Pettke. Für das Museum waren wieder zwei neue interessante Ausstellungsthemen ausgearbeitet worden. Zum einen war es die große Bügeleisenpräsentation, die auf Dauer in die Schneiderausstellung integriert worden ist, zum anderen die Radioausstellung, in der historische Röhrenradios zu sehen sind. Im Zusammenhang mit diesen neuen Ausstellungsthemen hatte der Verein mit der Fertigung von speziell angepassten Vitrinen auch finanziell und materiell einiges investiert.

Zur weiteren Verbesserung der Präsentation dieser Themen sei auf Beschluss des Vorstandes in Abstimmung mit einer Elektrofirma vor kurzem zudem die Beleuchtung verändert worden.

Für die kommende Saison seien zudem drei neue Wandvitrinen gefertigt worden, die sich im langen Flur der mittleren Etage befinden und ebenfalls mit einer Beleuchtung ausgestattet sind.

Stärker in das Museum mit einbezogen werden soll der Treppentrakt und der Flur im ersten Geschoss. Ende des vergangenen Jahres wurde dort ein fast vier Quadratmeter großes Gemälde aufgehängt.

"Über weitere Gestaltungsmöglichkeiten wollen wir im Vorstand noch beraten. Leider ist es uns bisher noch nicht geglückt, dort einen kleinen Sekretär aufzustellen, der sowohl als Ausstellungsstück als auch zur Präsentation des Gästebuches dienen soll. Vielleicht können Sie sich mal umhören, wo wir einen solchen erwerben können", so Pettkes Bitte an die Vereinsmitglieder.

Das Museum stieß im Frühjahr auf das spezielle Interesse einer Wolfsburger Gruppe. Sie stellte im Auftrag des Oberbürgermeisters Schnellecke einen Kurzfilm über 20 Jahre Deutsche Einheit zusammen. Aus diesem Anlass verweilten sie auch an der Grenzinfotafel, in der Burg und im Museum. Horst Schröder, Manfred Voß und Steffen Wetterling standen den Filmemachern für ihre Fragen zur Seite.

"Erfreulich war für uns auch der Besuch des MDR-Fernsehens Anfang Mai. Horst Schröder und Steffen Wetterling präsentierten unser Museum dem Team des Mittagskuriers mit dem Schauspieler Dieter Bellmann und der Moderatorin Liane Steinbrecher. Neben unserem Museum und der Burg wurden in der fünfteiligen Fernsehsendung, die dann Anfang Juni ausgestrahlt wurde, auch andere Sehenswürdigkeiten unserer Stadt vorgestellt", rief Pettke in Erinnerung.

Wie es wohl in den meisten Vereinen ist, so gibt es allerdings auch im Oebisfelder Heimatverein Höhen und Tiefen. Zu einer großen Enttäuschung sei der Versuch einer kulinarischen Buchlesung geworden. Dazu war im Mai eigens ein bayerischer Autor eingeladen worden, aus seinem Buch zu lesen, in dem es unter anderem auch um seine Flucht aus Berlin in den Westen ging, die ihn über Oebisfelde führte. Außer zwei Besuchern war niemand gekommen. "Gegenüber dem Autor auch ein recht peinlicher Auftritt unsererseits. Anderenorts sind solche kulinarischen Buchlesungen bestens besucht und bei und ein Flop", sagte der Vereinsvorsitzende.

Ein weiteres Projekt des Heimatvereins, welches nicht im Programm enthalten war, war die Beschilderung von Stauden und Bäumen auf dem Dämmchen. Dank einer Firma aus Bösdorf, die dem Verein großzügig als Sponsor zur Seite stand, konnte das Vorhaben realisiert werden. Dieses im Juni vergangenen Jahres begonnene Vorhaben soll in diesem Jahr mit Unterstützung der Stadt auf dem Dämmchen weitergeführt und vom Verein auch im Lunapark fortgesetzt werden.

Auf Bitten der Gemeinde Velpke beteiligte sich der Heimatverein Anfang September am Festumzug anlässlich der dortigen 850-Jahr-Feier. Mit Unterstützung des Meinkoter Schützenvereins und einiger Velpker präsentierten sich die Oebisfelder in einem gelungenen historischen Gesamtbild.

Nach langen Gesprächen im Stadtrat 2009 und im Ortschaftsrat 2010 begann im Herbst die Aufwertung des Durchgangs zwischen dem großen und kleinen Burghof. Dort wurden 35 Tonnen Füllboden aufgeschüttet. Voraussichtlich im Frühjahr soll die weitere Gestaltung beginnen, indem dort landwirtschaftliche Geräte aufgestellt werden.