Um bei der Feuerwehr zum Einsatz zu kommen, sind umfangreiche Kenntnisse zum Beispiel über Technik und Sicherheit notwendig. 25 Nachwuchskräfte der freiwilligen Feuerwehren in der Einheitsgemeinde Klötze werden daher in den kommenden Wochen ausgebildet.

Von Martin Rieß

Jahrstedt. Künftige Feuerwehrleute werden an den kommenden Wochenenden nur wenig Zeit für private Vergnü- gungen haben. Denn bis zum 16. April absolvieren sie die Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Jahrstedt. Sie - das sind Frauen und Männer im Alter von 16 bis 43 Jahren aus dem gesamten Gebiet der Einheitsgemeinden Klötze. Am Freitag hat die diesjährige "Truppmannausbildung Teil I" im Obergeschoss des Jahr- stedter Feuerwehrgerätehauses begonnen.

Wie Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl vor Beginn der Veranstaltung berichtete, ist dies der zweite Lehrgang für die gesamte Region: "Ende 2009, noch vor Gründung der Einheitsgemeinde, hatten wir bereits eine Schulung unter dieser Konstellation." Unter dieser Konstellation - das bedeutet, dass die Grundausbildung in Jahrstedt stattfindet, während die Truppführerausbildung in Klötze angeboten wird. 25 Plätze hat die Grundausbildung, 31 Interessenten hatten sich gemeldet. Rüdiger Wührl: "Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Ansonsten ließe sich der zu erlernende Stoff nur sehr viel schwerer vermitteln." Wer in diesem Jahr noch keinen Platz bekommen hat, könne im kommenden Jahr ausgebildet werden, versprach Rüdiger Wührl. In seinen einleitenden Worten zu den Schulungsteilnehmern hatte der Stadtwehrleiter gesagt: "Die Feuerwehren sind auf junge Einsatzkräfte wie Sie angewiesen. Ich freue mich, dass Sie sich für diese Ausbildung entschieden haben. Jetzt müssen Sie nur noch bis zum Ende durchhalten."

Dass dies besonders wichtig ist, machte nach der Begrüßung auch Schulungsleiter Jan Jakobs von der Freiwilligen Feuerwehr Jahrstedt deutlich: "Es nutzt nichts, wenn Sie hierherkommen und Löcher in die Luft gucken. Arbeiten Sie bitte an den kommenden Wochenenden konzentriert mit!" Zu wissen, was in gefährlichen Situationen zu tun ist, ist nicht nur für das Leben von Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern wichtig - es ist auch wichtig, um die Abschlussprüfung Mitte April bestehen zu können. Jan Jakobs: "Bitte haben Sie dafür Verständnis, aber wir müssen beweisen können, dass Sie den Anforderungen gerecht werden können", so Jakobs. Die Prüfung werde zwar nicht allzu schwer ausfallen - geschenkt werde sie den Teilnehmern aber nicht.

Bescheid wissen müssen die künftigen Feuerwehrleute am 16. April über theoretische und praktische Dinge. Auf dem Stundenplan für die kommenden Wochen stehen Themen wie Rechtsgrundlagen, "Brennen und Löschen", Fahrzeugkunde, Gerätekunde für die verschiedensten Utensilien der Feuerwehr, Verhalten bei Gefahr, Rettung, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Unfallversicherung, Löscheinsatz und technische Hilfeleistung.

Dass es sich bei der Ausbildung um eine einheitsgemeindeweite Kooperation handelt, bewies übrigens nicht allein die Herkunft der Lehrgangsteilnehmer aus den unterschiedlichsten Ortsteilen: Auch was die Ausbilder angeht, gibt es hier Engagement aus verschiedenen Ortschaften. Neben dem Jahrstedter Lehrgangsleiter Jan Jakobs sind der Jahrstedter Ortswehrleiter Randy Schmidt, Stefan Lange von der Klötzer Feuerwehr, Ricardo Berg aus Jahrstedt, Eckhard Schulze von der Kuseyer Feuerwehr, der Steimker Ortswehrleiter Sebastian Dorendorf, Nico Ludwig von der Jahrstedter Feuerwehr und Peter Taeger, Kunrauer Ortswehrleiter, mit von der Partie.

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