Die Planungen für das künftige Mehrgenerationenhaus, das aus der jetzigen Kinderkrippe in Oebisfelde entstehen soll, geht in die nächste Runde. Am Donnerstagabend trafen sich Vertreter des Ortschaftsrates und der Verwaltung, des Behindertenkreises und der Volkssolidarität, um sich gemeinsam mit Planer Uwe Müller die Unterlagen anzusehen.

Oebisfelde. Noch ist es ein weiter Weg, bis das geplante Mehrgenerationenhaus in der Lessingstraße eingeweiht werden kann. Derzeit gilt es, die Planungen voranzutreiben und vorauszudenken. Welche Türbreiten sind erforderlich, wie sollen die Räume aufgeteilt werden, welche Nutzung soll möglich sein und durch wen, welche Möblierung und welche Fußbödenbeläge sind erforderlich? Viele Fragen wurden bei der Zusammenkunft am Donnerstagabend im Kulturraum aufgeworfen, für die meisten fanden die Anwesenden auch Anworten.

Planer Uwe Müller hatte den bisherigen Entwurf mitgebracht. Der sieht unter anderem große Türen von den zwei Gemeinschaftsräumen zur Gartenterrasse vor, alle anderen Türen sollen die Maße 1,01 mal 2,13 Meter haben und sind somit behindertengerecht. Die Toiletten für Männer und Frauen sowie ein Behinderten-WC mit integrierter Dusche lassen eine Belegung des gesamten Objektes mit bis zu 200 Personen zu. "Das reicht also auch, wenn eine größere Feier stattfindet", so Müller. Außerdem sind eine Dusche, Kinder-WC und Wickeltisch in einem weiteren Raum vorgesehen. Von den Vereinsräumen aus sollen möglichst Glastüren zum langen Flur führen, so dass dieser auch von Tageslicht erhellt werden kann. Als Fußbodenbelag sind Fliesen und strapazierfähiges Laminat vorgesehen. Planer Müller will allerdings noch eine Kostenrechnung für 20 Millimeter starkes Parkett aufstellen. "Auch wenn das möglicherweise im Moment etwas teurer wäre, auf lange Sicht ist es günstiger, weil es auch nach 40 Jahren noch genutzt werden kann, wenn es mal abgeschliffen und neu versiegelt wird", so der Planer.

In den Räumen sollen teilweise sehr hohe Schränke untergebracht werden, aber auch flache, etwa 90 Zentimeter hohe Möblierung ist vorgesehen. Die Schränke sollten möglichst abschließbar sein, weil verschiedene Vereine und Gruppen das Haus künftig nutzen werden. Von der Küche zu einem der Gemeinschaftsräume soll noch eine Durchreiche installiert werden, weil die Volkssolidarität dort täglich Mittagessen anbieten wird und das dann leichter zu handhaben ist.

Dr. Bernd Schuster hatte sich zum Thema Mehrgenerationenhaus auch im Internet schlau gemacht und bat die Verwaltung zu prüfen, inwieweit Fördermöglichkeiten über das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus und den Europäischen Sozialfonds für Deutschland zu bekommen sind. Darüber könnten seiner Meinung nach sowohl Betriebs- als auch Personalkosten gefördert werden. Und über einen weiteren Punkt wurden sich die Anwesenden schnell einig. Das neue Mehrgenerationenhaus müsse auch so etwas wie einen Verwalter bekommen, der die Fäden der Organisation in der Hand halten müsse, wenn das Haus von verschiedenen Gruppen, Vereinen und Generationen genutzt werden soll.

In Kroppenstedt im Bördekreis wird seit zehn Jahren erfolgreich ein Mehrgenerationenhaus betrieben. Vielleicht sind auch von dort gute Ideen und Abläufe zu übernehmen, die in Oebisfelde passen würden.