Einen Angriff auf die Lachmuskeln versprach die Theatergruppe Beetzendorf ihrem Publikum am Sonnabend beim ersten Auftritt des Jahres in der Aula der Grund- und Sekundarschule. Und die Besucher sollten nicht enttäuscht werden, mit zahlreichen lustigen Sketchen brillierten die Hobbyschauspieler.

Beetzendorf. Durch den Verlust einiger Mitglieder war die Beetzendorfer Theatergruppe im vergangenen Jahr mächtig ins Straucheln gekommen. Zeitweise drohte sogar das Aus. Doch mit einem fulminanten Auftritt am Sonnabend in der Aula der Beetzendorfer Grund- und Sekundarschule meldeten sich die Hobbyschauspieler einmal mehr zurück. Über eine Stunde lang unterhielten sie das zahlreich erschienene Publikum mit kleinen Sketchen und sorgten für Lachsalven am laufenden Band.

Vor allem den neuen Mitstreitern ist es zu verdanken, dass die Theatergruppe wieder auf die Beine gekommen ist. So konnten mit Dirk Bock und Lutz Schulze gleich zwei männliche Akteure vom Mitmachen überzeugt werden. Während Bock seine ersten Erfahrungen vor Publikum macht, stand Schulze bereits vor etlichen Jahren mit der Theatergruppe auf der Bühne. "Vielleicht macht das weiteren Männern Mut, bei uns mitzuwirken", meinte Waltraud Fricke, die mit Anzug und Zylinder durch das Programm des Nachmittags führte.

Ebenfalls neu dabei ist Andrea Krüger, die als Ärztin gleich zu Anfang ihren großen Auftritt hatte. Patient Leopold (Dirk Bock) wurde von seiner Frau (Rita Beyer-Gaeth) in die Sprechstunde gezerrt. Doch die Diagnose war nicht einfach, der arme Mann schien kerngesund. Dafür nervte seine bessere Hälfte, die ständig das Kommando führte und den bedauernswerten Leopold nicht zu Wort kommen ließ, umso mehr. Das Rezept war dann auch eindeutig: "Eine andere Frau".

Drei Neue mit dabei

Überhaupt standen Begebenheiten zwischen Ehepaaren im Mittelpunkt der unterhaltsamen Sketchparade. So triezte Heidrun Benecke als erholungssuchende Urlauberin ihren Mann (gespielt von Dirk Bock), der ihr sogar die Fliegen vor der Nase wegfangen musste. Waltraud Fricke und Rita Beyer-Gaeth sorgten als altes Ehepaar Heinrich und Hubertine für Schmunzeln. Zu welchen Verwicklungen Gedankenspiele über die Zukunft im ehelichen Schlafzimmer führen können, bewiesen Andrea Krüger und Astrid Zürcher.

Gleich in mehreren Rollen trat auch Karin Havlicek auf und überzeugte, ob als radebrechende Putzfrau oder als ach so gestresste Beamtin im Arbeitsamt, einmal mehr das Publikum.

Vor allem die zweideutigen Sketche, bei denen die meist harmlose Auflösung erst unmittelbar am Ende erfolgte, sorgten bei den Besuchern für strapazierte Lachmuskeln. Etwa beim Besuch des Fotografen (Rita Beyer-Gaeth) bei der Ehefrau (Heidrun Benecke), die diesen für den Beauftragten der Regierung hält, der Ehepaaren nach fünf kinderlosen Jahren zu Nachwuchs verhelfen soll.

Ihre Paraderolle hatten Dirk Bock und Lutz Schulze beim Auftritt als Rentnerinnen Frau Pospicil und Frau Havlitschek, die sich gegenseitig ihr gesundheitliches Leid klagten. "Bei Hämorriden sind einige Tage Ägypten empfehlenswert", riet eine Seniorin der anderen. "Dort soll es die besten Arschologen geben." Nicht nur bei diesem Wortspiel stand die Aula Kopf.