Klötze. 24 Schüler aus 16 Ländern der Erde, die derzeit an einem Austauschprogramm der Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen teilnahmen, waren für einige Tage zu Gast in der Region.

Wie AFS-Beauftragte Erika Schultze, die in der Kolonie Immekath wohnt, erklärte, sind die jungen Leute sonst in Kolumbien, Mexiko, Finnland, Japan, aber auch in Brasilien, Island, den USA, in der Türkei, Thailand und China zu Hause. Während sie sonst verstreut bei Gastfamilien in ganz Deutschland wohnen, haben sie ihren Midstay-Aufenthalt genutzt, um für 14 Tage aus den westlichen Bundesländern in die östlichen Bundeslänern für einen Aufenthalt zu wechseln.

Nicht für alle Austauschschüler konnte Erika Schultze in der Region Gastfamilien finden, so dass acht der jungen Leute beim AFS-Komitee in Schwerin in Gastfamilien vermittelt werden mussten. Für einige Tage fanden sich jedoch in Jahrstedt, Klötze, Kusey, Immekath, Beetzendorf, Winterfeld und Apenburg Familien, die bereit waren, die jungen Leute für die Midstay-Tage bei sich als Gäste auf Zeit aufzunehmen. Jene drei Austauschschüler, die bei Gastfamilien in Wolfsburg wohnen, haben indes das Besuchsprogramm, das hier in der Region auf sie wartete, mitgemacht.

Zum Besuchsprogramm gehörten zunächst vier Tage, die die jungen Leute in Wolfsburg verlebten, während sie dort gemeinsam in einer Jugendherberge wohnten.

In Zusammenarbeit mit der Autostadt Wolfsburg konnten sie eine Werksführung durch das VW-Werk miterleben, waren in der VW-Arena zu Gast, besuchten eine Eisdiskothek und nahmen am Workshop "Vor laufender Kamera" teil. Aber sie hatten auch Gelegenheit, die Stadtwerke kennenzulernen sowie die Mitglieder des Internationalen Freundeskreises in Wolfsburg.

Eine Woche lang war dann die westliche Altmark die vorübergehende Heimat der AFS-Austauschschüler. Für einige der Schüler begann der Aufenthalt hier gleich damit, dass sie gemeinsam mit Erika Schultze den Umzug der Immekather Karnevalisten besuchten. Am Mittwoch dann hatten sie die Gelegenheit, dem Öko-Dorf in Poppau einen Besuch abzustatten. Die Führung im Öko-Dorf, so Erika Schultze, habe den Jugendlichen sehr gut gefallen. Natürlich waren die Austauschschüler auch in den Schulalltag eingebunden.

Sie besuchten sowohl das Gymnasium in Beetzendorf, die Sekundarschule in Klötze, das Gymnasium in Salzwedel und das Gymnasium in Gardelegen. Dabei nutzten die deutschen Schüler dann jede Gelegenheit, Wissenswertes über das Leben der Schüler auf Zeit aus deren Heimatländern zu erfahren. Schnell wurden die ersten Kontakte geknüpft, die sicherlich über den Midstay-Aufenthalt hinaus anhalten werden, ist sich Erika Schultze ganz sicher.