Buchhorst (jpi). Ein bewährtes Trio steht weiterhin an der Spitze der Buchhorster Jagdgenossenschaft. Jürgen Schulz (Vorsitzender), Bodo Lüdke (Kassenwart) und Marita Konkiel (Schriftführerin) sind am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung der Genossenschaft im Dorfgemeinschaftshaus für vier weitere Jahre einstimmig in ihren Ehrenämtern bestätigt worden. Am Einsatz der Drei in den vergangenen vier Jahren hatten die Genossenschaftler, wie das klare Votum beweist, nichts auszusetzen. Schulz, der auch kurz auf 20 Jahre Genossenschaft zurückblickte, sagte in seinen 2010er-Resümee: "Für uns war es im Prinzip ein ruhiges Jahr. Die, die auf den Auskehranspruch bestehen, die Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH, die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt, der Zweckverband Drömling und das Schiffahrtsamt Uelzen, konnten zufrieden gestellt werden. Ansonsten blicken wir auf eine erneut hervorragende Zusammenarbeit mit unseren Jägern zurück. Auch nach 20 Jahren sind wir noch eine gute Truppe, die sich zudem auch in das Dorfleben einbringt." So werden seit Jahren verschiedenste Aktivitäten im Oebisfelder Ortsteil, wie zum Beispiel das Dorffest oder die Rentnertreffen, von der Genossenschaft finanziell unterstützt. In diesem Jahr wird das nicht anders sein. Da bis auf die erwähnten Gesellschaften und Verbände keiner die Pacht ausbezahlt haben wollte, steht die Genossenschaft laut Finanzer Bodo Lüdke auf einem "starken finanziellen Fundament". Davon profitieren mit 250 Euro wieder die Rentner bei ihren monatlichen Treffen. Für das Dorffest sollen 400 Euro bereit gestellt werden. Außerdem wollen die Genossenschaftler für das Buchhorster Dorfzelt acht neue Tische anschaffen. Kostenpunkt: 1231 Euro. Mit im Boot sitzen ebenfalls die Jäger. Sie wollen zwei Tische kaufen.

Apropos Jäger. Die konnten fast schon wie gewohnt auf eine Strecke zurückblicken, die in den Oebisfelder Revieren ihresgleichen sucht. Was natürlich wegen der Größe von 1906 Hektar sowie im wildreichen und geschützten Drömling nicht verwunderlich ist. Weidmann Hagen Müller sagte zwar, dass 2010 kein Spitzenergebnis erreicht wurde, doch das gilt nur für die Buchhorster Gegebenheiten. Ein Spitzenresultat konnte Müller dennoch vermelden. Bei der Rotwildjagd konnten sieben Tiere gestreckt werden. "Unser bisher bestes Ergebnis", so Müller. Außerdem fanden die Jäger zwei mittelalte Hirsche, einen ungeraden 16-Ender sowie einen ungeraden 18-Ender, bei der Jagd in der Schutzzone I im November tot auf. "Wir vermuten, dass sie bei der Brunft vom Platzhirsch schwer verletzt wurden und verendeten", erklärte Müller.

Die weiteren Abschusszahlen: 56 Sauen, 60 Rehe, 14 Füchse, 15 Dachse, 7 Waschbären und 2 Marderhunde. Bemerkenswert: Die Waschbären-Population ist deutlich gestiegen. "Sieben Waschbären sind für uns ebenfalls ein Rekord", informierte Jäger Müller.

Hege, Pflege und Pirsch ist für die Weidmänner jedoch nicht alles. Sie prägen wie bereits erwähnt das Dorfleben mit. Skat- und Würfelturniere werden organisiert, zum Grünen Abend und zum Tontaubenschießen eingeladen, Müll gesammelt und es werden gemeinsame Busfahrten unternommen. "Wir haben zur Genossenschaft ein sehr gutes Verhältnis. An Unterstützung hat es nie gemangelt. Dafür unseren Dank", schloss Müller seinen Jagdbericht.

Bilder