Beste Bedingungen herrschen demnächst für Eva-Maria Schmidt, die seit 24 Jahren im Apenburger DRK-Kinderheim das Essen zubereitet. Für etwa 75000 Euro wurde in einem neuen Anbau eine nagelneue geräumige Küche eingerichtet, die keine Wünsche offenlässt.

Apenburg. Noch kann Eva-Maria Schmidt in ihrem neuen Reich nicht wirbeln, doch die engagierte Köchin, die seit 1987 für die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen des Apenburger Kinderheims zuständig ist, freut sich bereits auf die Arbeit im nagelneuen Küchentrakt. "Das werden ganz andere Bedingungen als vorher, alles ist geräumiger", meinte sie gestern beim Besuch der Volksstimme. Die Einrichtung des Anbaus ist so gut wie abgeschlossen, als letztes wurde in der vergangenen Woche der Herd installiert. Er steht in der Mitte der zirka 40 Quadratmeter großen Küche und ist von allen Seiten begehbar. "Einige Kleinigkeiten fehlen noch, wie etwa Fliegengitter an den Fenstern. Das sind Hygienevorschriften, die wir einhalten müssen", erklärte Heimleiter Bernd Tiebermann.

Etwa 60000 Euro hat die Errichtung des Anbaus gekostet. Dazu kamen noch einmal zirka 15000 Euro für die Einrichtung der Küche. "Eine Ausgabe, die sich gelohnt hat", meinte Tiebermann mit Blick auf das Ergebnis. Neben dem großen Kochraum stehen auch noch zwei separate Räume zum Lagern von Trockenlebensmitteln zur Verfügung.

In der Heimküche werden von Montag bis Freitag nicht nur die Kinder und Jugendlichen, die im Haus untergebracht sind, bekocht. "Wir bereiten hier auch das Essen für die Tagesgruppe in Klötze und den Kinderhof in Ortwinkel zu, das dann in Thermobehälter verpackt und ausgeliefert wird", berichtete Eva-Maria Schmidt.

Alte Küche wird zur Gruppenküche

Sobald die neue Großküche in Betrieb ist, beginnt der Umbau der bisherigen kleinen Küche im vorderen Teil des Hauses. Hier soll ein großer Gemeinschaftsraum entstehen, in dem die Kinder und Jugendlichen selbst kochen und speisen können. Bisher gibt es nur in der oberen Etage eine kleine Gruppenküche. Bald besteht dann auch für die Bewohner der anderen Gruppen Gelegenheit, sich bei Bedarf Brote zu schmieren oder die eigenen hauswirtschaftlichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern. Und der zubereitete Imbiss muss dann auch nicht mehr durch das ganze Haus in die Zimmer getragen, sondern kann vor Ort verputzt werden.

"Die alte Küche wird komplett entkernt und die Fliesen an Decken und Wänden vollständig erneuert. Das wird nochmal ein Kraftakt und eine Riesensauerei. Aber dann sind wir für die nächsten zwanzig Jahre bestens ausgestattet", erklärte Bernd Tiebermann. Die neue Großküche ist für die Kinder übrigens tabu. Hier führt einzig und allein Eva-Maria Schmidt das Kommando.