Die Mitglieder der Immekather Jagdgenossenschaft haben während ihrer Jahreshauptversammlung nicht nur Bilanz über das vergangene Jagdjahr gezogen, sondern auch einen neuen Vorsitzenden sowie einen neuen Vorsitz für die Pächtergemeinschaft gewählt.

Immekath. Eine positive Bilanz zur Arbeit der Mitglieder der Jagdgenossenschaft konnte Vorsitzender Heinz Wapenhans am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung ziehen. Doch der scheidende Vorsitzende nutzte auch die Gelegenheit, insgesamt 20 Jahre Bestehen der Genossenschaft zu bilanzieren. Im März 1991 gegründet, waren zu dieser Zeit 17 Jäger Mitglieder. Heute zählt die Genossenschaft 24 Mitglieder und hat in den 20 Jahren ihres Bestehens eine Vielzahl von Geldern an Vereine und Organisationen ausgereicht. So unter anderem an Sport- und Angelverein, an die Kirchengemeinde, den gemischten Chor, die Kindertagesstätte, aber auch die Feuerwehr und den Seniorenverein.

Zu D-Mark-Zeiten flossen 22 000 Mark an Vereine, während seit der Euro-Umstellung 14 380 Euro an Vereine, aber auch die einst selbständige Gemeinde Immekath ausgereicht wurden. Im vergangenen Jahr profitierten die Tischtennis-Abteilung des SV Eintracht Immekath mit 1000 Euro, der Spielmannszug der Wehr Immekath mit 1500 Euro und der Ort mit 500 für die Gestaltung von kulturellen Veranstaltungen, bilanzierte Heinz Wapenhans. Der Immekather stand der Jagdgenossenschaft 20 Jahre als Vorsitzender vor. Zur Wiederwahl stand er am Freitagabend nicht mehr zur Verfügung. Und so wählten die Mitglieder der Genossenschaft für vier Jahre Dirk Köneke zum neuen Vorsitzenden. Er wird auch weiterhin von Heinz-Udo Müller als Kassenwart, Michael Perner als Schriftführer und Mitgliedern des Vorstandes unterstützt.

Einen Wechsel gab es auch beim Vorsitz der Pächtergemeinschaft. Hermann Kampe und Eckhard Wille machten den Mitgliedern der Jagdgenossenschaft den Vorschlag, einem Generationswechsel beim Vorsitz zuzustimmen. Ihre beiden Söhne, Jens Kampe und Lars Wille, sowie Stefan Berlin sollen künftig die Geschicke der Pächtergemeinschaft leiten. Die drei jungen Jäger nutzten vor ihrer Wahl die Gelegenheit, sich den Mitgliedern der Genossenschaft vorzustellen. Jens Kampe, der im VW-Werk arbeitet, besitzt seit 1995 den Jagdschein und ist seit 16 Jahren ein passionierter Jäger. Lars Wille, der in Kusey in der Bio-Raffinerie beschäftigt ist, hat ebenfalls im Jahr 1995 seinen Jagdschein gemacht und geht auch schon seit 16 Jahren begeistert zu Jagd. Stefan Berlin, der in Immekath bei einem Tischler arbeitet, hat seinen Jagdschein im Jahr 1999/2000 erfolgreich bestanden. Die drei jungen Weidmänner sind allesamt in Immekath zu Hause. Hermann Kampe, der während der Jahreshauptversammlung die Strecke für das vergangene Jagdjahr bilanziert hatte, meinte zur Neuwahl der Pächter, dass es an der Zeit sei, einen Generationswechsel zu vollziehen: "So, wie Eckhard Wille und ich seinerzeit von unseren Vätern an die Jagd herangeführt wurden und gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen, so soll es jetzt auch bei unseren Söhnen sein. Ich freue mich, dass diese drei jungen Jäger bereit sind, sich dieser neuen Aufgabe zu stellen. Die Unterstützung durch die erfahrenen Jäger werden sie in jedem Fall auch weiterhin haben", kündigte Hermann Kampe an.

Nachdem sie sich den Mitgliedern der Genossenschaft vorgestellt hatten, unterbreitete Jens Kampe den Mitgliedern den Vorschlag, einem neuen Pachtvertrag für zwölf Jahre zuzustimmen. Mit einer Stimmenthaltung wurde dieser Vertrag, der nun bis zum Jahr 2023 gilt, beschlossen.