"Es geht um ein Problem, das schon lange drängt", hatte der Leiter des Naturparkes Drömling in seiner Begrüßung gesagt. Am Buchhorster Schöpfwerk trafen sich am Dienstag Vertreter des Landesbaubetriebes, der Städte Klötze und Oebisfelde-Weferlingen, der LAG Rund um den Drömling, des Unterhaltungsverbandes Obere Ohre und des Amtes für Landwirtschaft und Flurneuordnung und Forsten, um zu beraten, ob und wann im Drömling der Radwegbau weitergehen könnte.

Buchhorst. Um den Aller-Elbe-Radweg und den Altmark-Rundkurs, das sind zwei auch überregional bedeutsame Radwege, miteinander zu verbinden, müsste ein Radweg gebaut werden. Im Drömling zwischen Röwitz und Buchhorst gibt es einige Feldwege, die von Radfahrern genutzt werden, aber ein ausgebauter Radweg fehle und sei ganz dringend.

"In der Radfahrsaison haben wir an den Wochenenden zwischen 100 und 300 Leute hier in der Infostelle am Buchhorster Schöpfwerk, das sind aber nur die, die hier anhalten", sagte Fred Braumann, Leiter des Naturparkes Drömling. Dieser hat neben Arten- und Umweltschutz auch die Entwicklung des sanften Tourismus auf seine Fahren geschrieben.

Am Dienstag stellte Braumann die Idee vor, im Rahmen der Flurneuordnung, die im Drömling nach wie vor auf der Tagesordnung stehe, gleich Flächen für einen künftigen Fahrradweg vorzusehen. Das fand auch die Zustimmung von Andreas Texdorf, der für das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten an der Beratung teilgenommen hatte. Er erklärte, dass für die betreffenden Flächen bis 2013 das Konzept erstellt werde, 2014 die Vermessungen folgen würden und 2015 dann die neuen Flächen endgültig entstehen würden.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann, Oebisfelde-Weferlingens Bürgermeisterin Silke Wolf und Karl-Heinz Kull, Leiter der LAG Rund um den Drömling, waren von der Idee sehr angetan und sagten ihre Unterstützung zu.

Auch Andreas Böhle von der Niederlassung Mitte des Landesbaubetriebes war überzeugt, dass der Gedanke, jetzt schon an die benötigten Flächen zu denken, unstrittig gut und rechtzeitig sei. Er bat um entsprechende Zuarbeit, um das Problem des fehlenden Radweges bei der nächsten Beratung im zuständigen Ministerium im April ansprechen zu können. Seine Kollegin Kathrin Schliefke von der Niederlassung Nord erinnerte an die nötige Bedarfsermittlung und bat darum, bereits zu überlegen, wo genau der Radweg verlaufen könnte. "Ich würde auch in den kommenden Jahren nicht allzusehr auf den Radweg hoffen", dämpfte sie den aufkommenden Optimismus. Matthias Mann ließ sich davon nicht beirren: "Schritt für Schritt werden wir gemeinsam auf diesen Radweg hinarbeiten. Wenn doch mal EU-Mittel frei werden, haben wir das Projekt fertig und können zugreifen." Auch Bürgermeisterin Silke Wolf hält den Radweg trotz aller derzeitigen Schwierigkeiten für eine Riesenchance. Gemeinsam mit den Klötzern werde sich auch die Oebisfelder Verwaltung für diesen Weg starkmachen.