Nachdem die Fördermittel bewilligt worden sind, soll der Anschluss Darnebecks an das zentrale Abwassernetz am 14. April beginnen. Über den Bauablauf informierte der Wasserverband am Dienstagabend die Einwohner während einer Zusammenkunft im Dorfgemeinschaftshaus.

Darnebeck. "Es war ein langer und harter Kampf, die Fördermittel zu bekommen, aber wir haben nicht lockergelassen und das hat sich ausgezahlt", freute sich Birgit Tüngler, Geschäftsführerin des Klötzer Wasserverbandes, am Dienstagabend in Darnebeck darüber, dass der Anschluss des Dorfes an die zentrale Abwasserleitung am 14. April starten kann. 80000 Euro Fördermittel sind bewilligt worden, einen weiteren Nachschlag hat der Verband beantragt. Insgesamt werden die Kosten für die Baumaßnahme auf 246400 Euro geschätzt.

Zunächst soll mit der Verlegung von 350 Metern Hauptkanal begonnen werden. Dafür werden Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern in die Erde gebracht. "Wir starten an der tiefsten Stelle im Ort", erläuterte Birgit Tüngler den Darnebeckern während der Einwohnerversammlung. Soweit möglich, soll der vorhandene Kanal teilweise mit benutzt werden.

Während die beauftragte Pritzwalker Firma mit dem Kanalbau beschäftigt ist, sollten sich die Eigentümer schon mal Gedanken darüber machen, wo der Hausanschluss vom Grundstück runterkommen soll. Den Übergabeschacht will der Wasserverband möglichst direkt auf der Grundstücksgrenze bauen. "Von da an ist jeder selbst für die Fertigstellung des Hausanschlusses verantwortlich", erklärte Tüngler. Für Nachbarn bietet sich die Installation eines Doppelanschlusses an, der Kosten spart.

Sobald der Wasserverband dazu auffordert, kann das einzelne Grundstück an das Abwassernetz angeschlossen werden. "Bitte nicht vorher, weil dann die Pumpwerke noch nicht in Betrieb sind", appellierte die Geschäftsführerin an die Darnebecker.

Insgesamt drei Pumpwerke sollen im Ort errichtet werden, um auch die Außengrundstücke zu erreichen. Schlusspunkt der Baumaßnahme wird die Überleitung des Abwassers nach Bandau sein. Dazu wird eine Radenbecker Firma 2230 Meter Abwasserdruckleitung verlegen. "Das geht sehr schnell. Wir pflügen und bohren und schon sind wir in Bandau", versprach Planer Dieter Kleinau. Für die gesamte Maßnahme rechnet er mit etwa sechs Wochen Bauzeit.

Das Aufmaß will der Wasserverband gemeinsam mit den jeweiligen Grundstückseigentümern machen, damit die zu zahlenden Kosten für jeden nachvollziehbar sind. So muss für die erste wirtschaftliche Einheit ein Baukostenzuschuss von 460 Euro berappt werden. Befinden sich auf dem Grundstück weitere Einheiten wie ein Gewerbebetrieb, ein Altenteil oder Ähnliches, müssen für die- se jeweils zusätzliche 409 Euro entrichtet werden.

Für die Herstellung des Anschlusses von der Grundstücksgrenze bis zur Öffentlichkeitsmitte wird ein Grundpreis von 843 Euro verlangt. "Inbegriffen sind fünf Meter Anschlusslänge, der Abzweig und der Einbau des Übergabeschachtes", erklärte Birgit Tüngler. Für jeden zusätzlichen Meter werden noch einmal 77 Euro fällig. Der Wasserverband bietet bei finanziellen Schwierigkeiten nach Absprache auch eine Ratenzahlung an.

Sobald der Anschluss fertig ist, müssen die bestehenden Dreikammerklärgruben beziehungsweise Sammelgruben entleert und abgemeldet werden. Sie können dann entweder zugeschüttet oder für die Speicherung von Regenwasser genutzt werden. "Wir verlangen auf jeden Fall einen Nachweis, dass die Klärgrube außer Betrieb ist", kündigte die Geschäftsführerin an.