Gut voran kommen die Bauarbeiten in der Beetzendorfer Lindenstraße. Bereits die zweite Woche sind die Arbeiter mit der Fertigstellung des ersten Abschnitts bis zur Markteinfahrt beschäftigt. Währenddessen macht der Gemeinde die zunehmende Raserei auf der Umleitungsstrecke Sorgen.

Beetzendorf. "Die Arbeiter liegen sehr gut im Zeitplan", zeigte sich Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch am Dienstag im Volksstimme-Gespräch sichtlich zufrieden über den Fortgang des Ausbaus der Lindenstraße. Fahrbahn und Nebenanlagen werden derzeit auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung nach Rohrberg beziehungsweise Klötze und der Einfahrt zu den Märkten erneuert. Zirka sieben bis neun Wochen Bauzeit wurden dafür veranschlagt und es sieht gut aus, dass diese auch eingehalten werden.

Auch die Zusammenarbeit mit den Anwohnern verlaufe reibungslos, erklärte der Ortschef. "Ich habe das Gefühl, dass sie mit den Bauarbeitern gut auskommen", so Schmauch. So habe die erste Müllentsorgung nach Beginn der Bauarbeiten problemlos geklappt. Für Verständnis warb der Bürgermeister, dass auch am Sonnabend an der Straße gearbeitet werden muss und Lärm somit nicht zu vermeiden ist. "Der Sonnabend ist nun mal ein Arbeitstag und außerdem ist es doch im Interesse aller, dass die Straße termingerecht fertiggestellt wird", meinte Heinrich Schmauch.

Beschwerden gibt es von Anwohnern der Friedensstraße, die die zunehmende Raserei vor ihrer Haustür beklagen. Das Verkehrsaufkommen auf der Umleitungsstrecke habe enorm zugenommen und nicht jeder halte sich an das vorgeschriebene Höchsttempo 50. "Das habe ich selbst schon erlebt", konnte Heinrich Schmauch die Beobachtungen bestätigen. Die Gemeinde habe sich deshalb bemüht, zumindest die Höchstgeschwindigkeit von Lkw in der Friedensstraße während der Bauphase auf 30 Stundenkilometer herunterzusetzen. "Einen entsprechenden Antrag haben wir gestellt und er ist auch genehmigt worden", erklärte der Ortschef. Gestern standen die Schilder bereits.

Zudem habe die Polizei zugesagt, in der Friedensstraße verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. "Auch angesichts des Caritas-Heimes, der Kindertagesstätte und der Schule, die in der Nähe liegen, kann ich nur an die Autofahrer appellieren, vernünftig zu fahren und nicht zu rasen", so Schmauch.

Zwar führt die offizielle Umleitung über die Friedensstraße, doch viele kürzen auch einfach über Humboldtstraße und Karl-Marx-Straße ab, vor allem wenn sie aus der Ortsmitte in Richtung Klötze fahren wollen. "Wahrscheinlich leiten auch die Navigationsgeräte Autofahrer dort entlang", vermutet der Beetzendorfer Bürgermeister. Sogar der Plattenweg an der Sporthalle sei inzwischen zu einer richtigen Durchfahrtsstraße geworden, trotz der engen Kurve an den Garagen.