Klötze. Wie hat sich in den vergangenen fünf Jahren das "SozialCentrum Altmark" (SCA) entwickelt? Umfangreiche Antworten auf diese Frage hat es gestern bei der Mitgliederversammlung des Vereins im Saal der Klötzer Sozialstation gegeben. In ihrem Bericht zog Geschäftsführerin Bärbel Müller eine rundum positive Bilanz: Seit dem Jahr 2005 gibt es steigende Zahlen von Kunden in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern des Vereins von der stationären Betreuung bis hin zur Teilnahme an "Essen auf Rädern", und es gibt keine unbesetzten Stellen in Bereichen wie Sozialstation und der Einrichtung für betreutes Wohnen in Klötze.

Vielmehr ist auch in den kommenden Monaten eine weitere Ausweitung der Aktivitäten zu verzeichnen. So wird derzeit in Beetzendorf an der Erweiterung des Seniorenzentrums "An den Kastanien" gearbeitet - die Volksstimme berichtete. Wie Bärbel Müller in der von der SCA-Vorsitzenden Ute Schielke geleiteten Versammlung zu berichten wusste, wird in der kommenden Woche ein erster Teil des Ausbaus voraussichtlich fertiggestellt: Die Handwerker schließen die Arbeiten am ersten von zwei neuen Gemeinschaftsräumen an der Nordseite ab. Insgesamt werden drei Millionen Euro in den Ausbau investiert, dabei entstehen auch 21 neue Plätze für Menschen mit fortgeschrittener Demenz.

Derzeit sind 53 Männer und Frauen - unter diesen sind fünf Auszubildende und noch ein Zivildienstleistender - in den Einrichtungen und Diensten des SCA beschäftigt. Gezielt werben die SCAler um Menschen, die eine Ausbildung zum Altenpfleger absolvieren wollen. Das Hauptargument von Bärbel Müller: Diese Stellen seien krisensicher, denn ihr Aufgabenbereich könne nicht in Billiglohnländer ausgelagert werden.

Auf der Tagesordnung stand ebenfalls die Wahl eines neuen Vorstandes. Dabei gab es keine Überraschungen: Da alle bisherigen Vorständler ihre Bereitschaft zu einer weiteren Mitarbeit bekundet hatten und da es auch keine Gegenkandidaten gab, wurde die SCA-Spitze um Ute Schielke einstimmig bestätigt.

Eine wichtige Aufgabe für Vorstand wie für Geschäftsführung, wie Bärbel Müller betonte aber auch für alle anderen Mitglieder, dürfte die Werbung neuer Mitglieder sein. Denn in den vergangenen Jahren ist deren Zahl von 98 im Jahr 2005 auf 68 zurückgegangen.

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