Im Rahmen des Projekts zur Berufsorientierung, das von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert wird, schauten sich Sechstklässler der Beetzendorfer Sekundarschule am Mittwochvormittag in zwei Betrieben des Ortes um. Ziel war es, sich über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten zu informieren und den Arbeitsablauf kennenzulernen.

Beetzendorf. Fragen stellen war ausdrücklich erlaubt, als die Mädchen und Jungen der Klasse 6a der Beetzendorfer Sekundarschule am Mittwoch zwei Betriebe des Ortes besuchten. Während sich die eine Hälfte der Schüler im Mitsubishi-Autohaus umsah und sich von Inhaber Mario Lüttkemüller und seinem Team über den Arbeitsablauf sowie die verschiedenen Berufsmöglichkeiten informierte, löcherte die andere Gruppe die Mitarbeiter der Bäckerei Freund. Vor allem die Frage, wann ein Bäcker mit seiner Arbeit beginnt, interessierte die Schüler. Die Antwort kam genauso prompt wie erwartet: Um 0.30 Uhr in der Nacht muss der Bäcker am Ofen stehen, damit die Kunden am nächsten Morgen frische Ware haben.

1000 Brötchen, unzählige Brote sowie Kuchen werden jeden Tag in der Beetzendorfer Bäckerei hergestellt und dabei Unmengen an Mehl sowie anderen Zutaten verarbeitet. Wie schwierig das ist, aber auch wie viel Spaß das Backen machen kann, erfuhren die Schüler anhand eines Praxistests. Sie durften sich selbständig als Bäcker ausprobieren und mit kreativem Geschick kleine Teig- osterhasen fertigen.

Sämtliche Arbeitsplätze vom Verkaufsraum bis zur Backstube nahmen die Jugendlichen unter die Lupe. Dabei stand das Team um Bäckermeister Peter Flechtner für Fragen zur Verfügung und erläuterte den genauen Tagesablauf im Betrieb.

Die Schüler erfuhren, dass sowohl Weizen- als auch Roggenmehl verarbeitet werden und dass Sauerteig sowie Hefe das Brot locker machen. Auch die Zutaten eines richtigen Hefeteiges können die Sechstklässler jetzt aufzählen. Neben Weizenmehl besteht dieser auch aus Eiern, Wasser, Zucker, Butter, Salz und natürlich Hefe.

Wer gut aufgepasst hatte, für den ist das Anfertigen des Berichtes im Rahmen des Deutschunterrichtes ein Kinderspiel. Die Eindrücke und gesammelten Informationen heftet dann jeder in seinen Ordner ab, in dem alles im Rahmen der Berufsorientierung gesammelte Material seinen Platz findet. Noch in diesem Schuljahr soll zudem ein zweiter Besuchstag in örtlichen Betrieben organisiert werden, der den Schülern weitere Einblicke in die Vielfalt der angebotenen Berufe bietet.

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