Das wird eine Premiere, wenn am Sonnabend, 16. April, auf der Grünstraße in Klötze der erste Straßen- und Hoftorflohmarkt ausgerichtet wird. Die Initiative dazu kam von den Anwohnern selbst, speziell von Sabine Grassel, deren Vorschlag auf ein positives Echo stieß.

Klötze. Sabine Grassel ist ein begeisterter Flohmarktgänger. "Da kann man mitunter wahre Schätze finden", schwärmt sie und zeigt eine alte Sitzbanktruhe, die, jetzt wieder aufgearbeitet, ihr Wohnzimmer ziert. Vor einigen Jahren hat sie die Truhe auf einem Flohmarkt erstanden. Die Sache mit so großen Gegenständen wie Möbeln oder alten Ackergeräten habe nur einen Haken. "Es ist sehr aufwändig, sie zu den Märkten zu transportieren", sagt die 39-Jährige. Und so kam der sympathischen Frau schon im vergangenen Jahr die Idee des Straßen- und Hoftorflohmarktes. Allerdings ließ sich das Vorhaben im Jahr 2010 aus verschiedenen Gründen noch nicht umsetzen.

Aber die Idee war geboren. Sabine Grassel erkundigte sich bei ihren Nachbarn, ob die Interesse hätten und mitmachen würden, bekam größtenteils positive Echos und setzt nun in diesem Frühjahr ihren Plan in die Tat um.

"Wer Haus und Hof hat, findet beim Aufräumen im Frühjahr immer mal wieder Dinge, die er selbst nicht mehr gebrauchen kann, die aber für den Sperrmüll noch viel zu schade sind", sagt sie. So könne der Flohmarkt zum einen eine Austauschbörse für die Nachbarn untereinander werden, die sich dabei auch gleich besser kennenlernen und ins Gespräch kommen könnten, und auch zur Fundgrube für Menschen, die sich für alte Gegenstände begeistern.

Bei der Stadtverwaltung Klötze habe Sabine Grassel ihr Vorhaben bereits vorgestellt. Zwar bekam sie nicht wie ursprünglich geplant für einen Sonntag, dafür aber für Sonnabend, 16. April, grünes Licht, ihr Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. An dem Tag darf an der Grünstraße von 10 bis 17 Uhr "getrödelt" werden. Auflage sei gewesen, dass die Straße die Zeit über befahrbar und der Gehweg begehbar bleibe.

Die engagierte Frau sieht der Flohmarkt-Premiere jetzt mit Vorfreude entgegen. "Ich bin schon ganz gespannt, was es alles zu entdecken gibt", verrät sie. Auf dem ein oder anderen Hof könne es durchaus mehr werden, da dort Umzüge bevorstünden und längst nicht alle Dinge, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, mitgenommen werden könnten. Familie Grassel, zu der neben der berufstätigen Sabine Grassel noch deren Ehemann Uwe und die gemeinsamen Söhne Lucas und Louis gehören, will den Markt unter anderem mit einer alten Molle, einigen Kaffeemühlen, einem Kinderfahrrad, einem Tretauto, diversen Spielsachen und sogar einem alten Motorrad bereichern.

Und (fast) egal, wie die Premiere verläuft, für Sabine Grassel steht schon fest, dass sie den Flohmarkt gerne zu einer Frühjahrstradition wachsen lassen möchte.