Kunrau. Bericht des Vorstandes, Neuwahlen, Bericht der Jagdpächter und Verwendung der Jagdpacht waren die Schwerpunkte der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Kunrau. Am Freitagabend hatten sich zirka 25 Grundeigentümer bejagbarer Flächen der Gemarkung Kunrau im Schulungsraum der Feuerwehr zur Versammlung eingefunden.

Hans-Joachim Ast, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, berichtete, dass im abgelaufenen Jagdjahr keine Vorkommnisse registriert wurden. Eine Regulierung von Wildschäden war nicht notwendig. Lediglich die Verwendung der Jagdpacht im vergangenen Jahr erforderte einige Erläuterungen des Vorstandes.

"Laut Beschluss der Jagdgenossenschaft erhält der Seniorenverein Kunrau jährlich einen Betrag von 300 Euro. Im vergangenen Jahr wurde dieser Betrag auf 500 Euro aufgestockt. Dazu liegt ein Beschluss vor", erläuterte Hans-Joachim Ast. Anders sieht es bei der Unterstützung des Ortes für ein Spielgerät aus. Der Antrag war mit 1000 Euro angegeben und entsprechend beschlossen worden. Doch das Spielgerät kostete 315,90 Euro mehr und wurde von der Jagdgenossenschaft in voller Höhe bezahlt. "Für die Mehrkosten müssten wir heute einen neuen Beschluss fassen", stellte der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft fest.

Im Verlauf der Versammlung stellte Ortsbürgermeister Uwe Bock die Umstände dar. "Der Spielplatz auf dem ehemaligen Schulgelände im Ort kann nicht mehr genutzt werden. Die Geräte sind defekt und würden bei einer Reparatur erhebliche Mittel in Anspruch nehmen. Deswegen wollen wir im Park einen neuen Spielplatz anlegen, für den das erste Gerät gekauft wurde", erklärte der Ortsbürgermeister.

Erste Kostenvoranschläge lauteten um die 1000 Euro. Als der Ortsgemeinderat zuschlug, war der Preis bereits auf 1315,90 geklettert. Der Ortsrat stimmte dem neuen Preis zu und die Jagdgenossenschaft übernahm die Finanzierung. "Ich denke, die Jagdgenossen stimmen mit mir überein, dass wir in Kunrau einen Spielplatz benötigen. Der soll nun im Park entstehen. Die Einheitsgemeinde Klötze hat dafür keine finanziellen Mittel eingeplant. Deswegen hofft der Ortschaftsrat, dass die Jagdgenossenschaft die rund 300 Euro Mehrkosten für das erste Spielgerät übernimmt", erklärte Uwe Bock. Dem stimmten die Mitglieder schließlich zu.

Herbert Sonntag stellte während der Jahreshauptversammlung den Kassenbericht vor. Die bejagbare Fläche der Genossenschaft beträgt rund 2146 Hektar. Die Pächter entrichten pro Hektar einen Betrag von 77 Cent. "Bisher hatten wir in der Kasse einen gesunden Bestand, der aber jetzt an die Grenzen angekommen ist", erklärte Herbert Sonntag. "In Zukunft können wir nicht mehr so großzügig mit der Verwendung der Jagdpacht umgehen. Nicht mehr jeder Verein kann von uns finanzielle Unterstützung bekommen", mahnte der Finanzer an.

Im Anschluss fanden die Neuwahlen des Vorstandes statt. Einmütig votierten die Mitglieder auf eine Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder. In der Abstimmung erhielten Hans-Joachim Ast als Vorsitzender, Herbert Sonntag als Finanzer und Heinrich Schulze als Schriftführer, der allerdings verhindert war, wieder das Vertrauen.