Apenburg (wmo). 20 Jahre stand Erwin Grödl an der Spitze der Jägerschaft Klötze, die als Dachorganisation die Jäger des Altkreises Klötze vertritt. Am Freitagabend lieferte der Beetzendorfer seinen letzten Bericht vor der Jahreshauptversammlung ab und übergab die Führung in jüngere Hände. "Ich werde definitiv nicht wieder antreten, das hatte ich bereits beim letzten Mal angekündigt", stellte Grödl klar und ließ damit letzte Hoffnungen der Jäger platzen, ihn wie vergangenes Jahr in Beetzendorf doch noch einmal kurzfristig umstimmen zu können.

Ein neuer Vorsitzender musste also her. Und Gastgeber Frank Schulze von der Hegegemeinschaft Purnitzgrund machte gleich zu Anfang der Zusammenkunft klar, dass dies die Hauptaufgabe der im Apenburger Lindenhof versammelten Jäger sein sollte. "Es verlässt keiner den Saal, bis wir einen neuen Chef gefunden haben", meinte der Apenburger.

Die Suche gestaltete sich dann auch problemloser als erwartet. Mit Frank Fritsche aus Klötze stellte sich schnell ein Bewerber für den Vorsitz der Jägerschaft zur Verfügung. Zwar wurde auch der Klötzer Horst Kamieth vorgeschlagen, doch der erklärte prompt, dass er nicht antreten werde. Fritsche, der 31 Jahre alt ist und seit 1997 einen Jagdschein besitzt, erhielt die Stimmen aller anwesenden Mitglieder. "Ich möchte die Arbeit von Erwin Grödl fortführen und mein Augenmerk vor allem auf die Nachwuchsgewinnung richten", kündigte der neue Vorsitzende an. Schließlich werde nur durch intensive Jugendarbeit der Fortbestand der Jagd und der dazugehörigen Jagdkultur für die Zukunft gesichert.

Fritsche zur Seite stehen im neuen Vorstand, der ebenfalls einstimmig das Vertrauen der Mitglieder erhielt, Daniela Lüttkemüller, Erwin Grödl, Bernhard Lenz, Wilfried Schierhorn und Marko Weckwerth. Im Namen der Jägerschaft dankte Wilfried Schierhorn dem scheidenden Vorsitzenden für sein Engagement in den vergangenen 20 Jahren und überreichte Erwin Grödl einen Präsentkorb. Mehr zur Jahreshauptversammlung lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben.