Einen Grundsatzbeschluss fassten am Montagabend die Oebisfelder Ortschaftsräte. Nach einer Besichtigung der Kegelbahn in Lockstedt stand für die Männer und Frauen des Gremiums fest, dass in die Kegelbahn investiert werden muss, wenn der Spielbetrieb aufrechterhalten werden soll. Einstimmig einigten sie sich auf eine "Politik der kleinen Schritte".

Lockstedt. "Den Renovierungsbedarf kann man auch riechen", brachte es Christiane Schütrumpf, die als stellvertretende Ortsbürgermeisterin die Sitzung am Montagabend leitete, auf den Punkt. "Und dass die Bahn vom Holzwurm zerfressen ist, ist auch kaum zu übersehen", ergänzte Dr. Bernd Schuster. Bei der Besichtigung der Kegelbahn konnte sich der Ortschaftsrat davon überzeugen, wie dringend dort etwas getan werden muss.

"Es ist keine unmittelbare Sperrung angedroht, aber in zwei Jahren kriegen wir für die Bahn keine Genehmigung mehr", hatte Norbert Wille, der Vorsitzende des Lockstedter Sportvereins, erklärt. Dr. Bernd Schuster vermutete, dass der Schimmelbefall, der auch deutlich am muffigen Geruch wahrzunehmen war, eine Sperrung begründen würde. "Wer darauf allergisch ist, kriegt hier einen satten Anfall", sagte er.

Während der Anbau neu ist, ist die Kegelbahn selbst etwa 30 Jahre alt. "Das muss von unten isoliert und von der Seite gedämmt werden", betonte Frank Häber. Als schnelle Maßnahme und um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, sei ein Spezialanstrich gegen Schimmel und eine Zwangsentlüftung erforderlich. Zur nächsten Sitzung möchten die Ortschaftsräte dazu Zahlen auf dem Tisch haben, um die Kosten abzuschätzen. "Wir müssen hier eine Politik der kleinen Schritte gehen und nach und nach investieren", so Häber.

Dr. Schuster hatte daran erinnert, dass die Maßnahme nicht im Gebietsänderungsvertrag stehe. "Auch im aktuellen Haushalt sind einige Maßnahmen, die nicht im Gebietsänderungsvertrag verankert sind. Lockstedt gehört zu Oebisfelde, und wir als Ortschaftsrat müssen auch für Oebisfelde kämpfen", betonte Editha Bernick daraufhin.

Einstimmig sprachen sich die Ortschaftsräte dafür aus, die Kegelbahn in Lockstedt erhalten und nach und nach sanieren zu wollen. Damit soll auch das Engagement der Lockstedter gewürdigt werden, die bereits in Eigenarbeit viel Fleiß und Arbeit in dieses Objekt gesteckt hätten.