Über die Zuschüsse für Vereine und Initiativen hat der Ristedter Ortschaftsrat entschieden: Zunächst gibt es jeweils 100 Euro für Chor, Feuerwehr und Schützen. Weitere Mittel sollen im Laufe des Jahres vergeben werden.

Ristedt. Jede Ortschaft der Einheitsgemeinde verfügt über ein Budget in Höhe von drei Euro pro Einwohner und Jahr. Dieses wird von den jeweiligen Ortschaftsräten für Jubiläen, für Kultur und Brauchtum an Einrichtungen, Initiativen und Vereine der jeweiligen Ortschaften verteilt.

Bei der Ortschaftsratssitzung in Ristedt stand am Montag nun die Verteilung dieser Mittel für die Ortschaft samt Ortsteil Neu Ristedt auf der Tagesordnung. Die Zuschussverteilung drängte: Immerhin wollen die Ristedter Schützen am kommenden Wochenende ihr Schützenfest feiern - und sie sollen auch mit einer finanziellen Unterstützung bedacht werden.

Ebenfalls gesetzt in der Ristedter Kulturförderung sind der Chor und die Feuerwehr. Für alle drei Anwärter beschlossen die Ortschaftsräte und Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Beckmann einstimmig eine Unterstützung in Höhe von jeweils 100 Euro.

Damit allerdings ist das Risteder Budget noch nicht erschöpft. Denn abzüglich der bereits beschlossenen Fertigung von Präsenten für Jubilare sind nun noch rund 300 Euro übrig. Bei den Präsenten bleibt es übrigens bei der seit der Eingemeindung gültigen Regelung, dass nur runde und sehr hohe Jubiläen und nur Senioren geehrt werden. Ein Zurück zu den Gepflogenheiten zu Zeiten der Selbständigkeit als Gemeinde hätte dazu geführt, dass ein Jubilarsjahrgang im Vergleich zu den jüngeren und älteren Ristedtern schlechter weggekommen wäre - so bleibt es bei der Klötzer Sparvariante.

Einigkeit derweil bei den Ristedter Kommunalpolitikern über die verbliebenen 300 Euro: Diese Summe soll zunächst noch nicht verplant werden. Das Geld soll vielmehr entsprechend dem Bedarf, der sich im Laufe des Jahres ergibt, vergeben werden. Heiße Kandidaten für eine weitere Förderung sind nach dem bisherigen Stand die Ristedter Seniorengruppe und die Initiatoren der Weihnachtsfeier.

Wunsch nach einem höheren Budget

Ein leichtes Bedauern war während der Sitzung der Ristedter Oberhäupter darüber zu verspüren, dass es bei einer Förderung von drei Euro pro Einwohner für Kultur, Jubiläen und Brauchtum in den Ortschaften der Einheitsgemeinde Klötze geblieben ist. "Leider ist eine Erhöhung der Sätze bislang kein Thema gewesen", erklärte dazu Ortsbürgermeister Beckmann.

Für ein größeres Ortschaftsbudget mag der Umstand sprechen, dass es in anderen Kommunen auch höhere Sätze gibt - beispielsweise in Gardelegen einen Satz von fünf Euro pro Jahr und Einwohner. Dagegen spricht die angespannte Situation des Haushaltes: Im Gegensatz zu anderen Kommunen wie zum Beispiel Salzwedel verfügt Klötze zwar über einen ausgeglichenen Haushalt. Jedoch war bei den Diskussionen um den Haushalt im Stadtrat bereits deutlich geworden, dass dies nur unter größten Anstrengungen möglich geworden war. In den kommenden Jahren werde es eher zu Kürzungen als zu Ausgabensteigerungen kommen, hieß es damals.