Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Das beweist erneut ein Widerspruch, den Karl-Heinz Kull als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Rund um den Drömling (LAG) gegen eine negative Einstufung der eingereichten Projekte im Rahmen des Leader-Konzeptes durch das Landesverwaltungsamt eingelegt hat.

Klötze. Den Besuch beim Landesverwaltungsamt in Halle am 3. März wird Karl-Heinz Kull so schnell nicht vergessen. Die Höhe der vierten Rate an Fördermitteln, die der LAG für eingereichte Projekte bis 2013 zur Verfügung stehen soll, war Thema dieses Treffens. Zuvor hatte das Landesverwaltungsamt ein Fachbüro mit der Bewertung der Konzepte, die landesweit von den LAGen eingereicht worden sind, beauftragt. "Die hatten Zensuren verteilt und uns ein ,Mangelhaft\' gegeben", berichtete Karl-Heinz Kull. Schlecht bewertet wurden die Prioritätenlisten für die Jahre 2010 und 2011 sowie die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Leaderkonzept. Die Folge: Die LAG Rund um den Drömling ist schlechter eingestuft worden und sollte mit 600 000 Euro geringer gefördert werden.

Das war für Karl-Heinz Kull und Leader-Manager Wolfram Westhus nicht nachvollziehbar. "Wir hatten zwei bedeutende Projekte in der Prioritätenliste, die auch bereits gefördert worden waren, die den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Erwerbsquellen gesichert hätten", begründete Karl-Heinz Kull gestern seinen Unmut. In Absprache mit Wolfram Westhus legte er per E-Mail Widerspruch gegen die schlechte Bewertung der LAG-Projekte ein.

"Das Landesverwaltungsamt gab uns schließlich recht"

Der Widerspruch war von Erfolg gekrönt. Kull: "Das Landesverwaltungsamt gab uns schließlich recht und wir rutschten dadurch in eine höhere Kategorie." Das bedeutet: Statt der bisher angekündigten 600 000 Euro bekommt die LAG Rund um den Drömling nun 900 000 Euro an Fördermitteln. "Inklusive der 131 278 Euro bereits zugesagter, aber noch offener Mittel steht uns gut eine Million Euro bis 2013 zur Verfügung", rechnete Karl-Heinz Kull vor. Und damit sei die LAG Rund um den Drömling gut bedient. Kull begründet: "Sieht man die Förderquote in Relation zur Einwoh- nerzahl, sind wir ganz oben angesiedelt."

Damit dieses Fördergeld mit Projekten untersetzt werden kann, hat der LAG-Vorstand jetzt eine Offensive zur Werbung gestartet. "Wir möchten Mitglieder werben, die auch gute Projekte mit einbringen", erklärte der Vorsitzende und ist überrascht von dem bisherigen Rücklauf. "Dabei ist auch ein besonders anspruchsvolles privates Projekt aus der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Südliche Altmark. Dabei geht es um den Umbau eines ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudes, in dem Gästezimmer eingerichtet werden sollen", erläuterte Karl-Heinz Kull. "Im Vorstand haben wir uns verständigt, ab Mai bei der nächsten Vorstandssitzung mit dem Zusammenstellen der Prioritätenliste zu beginnen, damit wir rechtzeitig die Fördermittel für 2012 bekommen."

Und dafür ist auch Ihre Mithilfe gefragt. Karl-Heinz Kull und der LAG-Vorstand sind auf der Suche nach weiteren Projekten, die in das Leader-Konzept passen und mit eingereicht werden können. Falls Sie, liebe Leserinnen und Leser, Vereine oder Kirchengemeinden über private oder gewerbliche Vorhaben nach- denken, melden Sie sich im Klötzer Rathaus. Die Projekte sollten: 1. Die gewachsene Kulturlandschaft bewahren helfen. 2. Die Chancen einer nachhaltigen Entwicklung der Region durch die Förderung des sanften Tourismus fördern. 3. Umwelt- und Kulturbildung als Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung fördern.

Hier einige Beispiele bisher geförderter Maßnahmen:

m Umgestaltung einer Trafo-Station zu einem Zuhause für Eulen

m Dachsanierung eines Ortsbild prägenden Wohnhauses

m Sanierung einer Gaststätte

m Umnutzung ehemaliger landwirtschaftlicher Gebäude für eine gastronomische beziehungsweise touristische Nutzung

m Ausbau touristischer Anlaufpunkte sowie ländlicher Wirtschaftswege in Kombination mit Radwegen.

Ihre Ansprechpartner im Klötzer Rathaus sind Karl-Heinz Kull, Telefon (0 39 09) 40 31 70, E-Mail karl-heinz.kull@stadt-kloetze.de sowie Rolf Schmeling, Telefon (0 39 09) 40 31 65, E-Mail rolf.schmeling@stadt-kloetze.de. Und im Oebisfelder Rathaus Silke Wolf, Telefon (03 90 02) 40 01 14, E-Mail s.wolf@stadt-oebisfelde-weferlingen.de