Seit langem schon sind Sanierungsarbeiten an der Kindertagesstätte in Schwiesau ein Streitpunkt. Die CDU-Fraktion des Klötzer Stadtrates wollte sich jetzt selbst ein Bild von der Situation machen. Deren Mitglieder sahen sich die bauliche Situation des Gebäudes genauer an. Ortsbürgermeister Helmut Fuchs kritisierte erneut, dass die Kita nicht im Haushalt der Stadt für 2011 bedacht worden ist.

Schwiesau. Erst im vergangenen Jahr sind Gelder, die für neue Fenster in der Kita vorgesehen waren, umgeschichtet worden. Auch in diesem Jahr taucht die Kita im städtischen Haushalt nicht auf. Ortsbürgermeister Helmut Fuchs und Kita-Chefin Gabriele Müller führten die Christdemokraten am Montagabend durch das Gebäude (wir berichteten).

"21 Kinder werden in der Einrichtung betreut, davon sind sieben Krippenkinder, 14 der Kinder wohnen in Schwiesau", erläuterte der Ortschef. Er zeigte den Gästen die unteren Räume mit dem Anbau. Dort wies er auf die Fenster hin, die schon zu DDR-Zeiten eingebaut worden sind und teilweise nicht mehr dicht schließen. Noch schlimmer das Bild, das sich den Fraktionsmitgliedern auf dem Dachboden bot: Das Dach und die Fenster sind undicht, an den Wänden lösen sich wegen der Feuchtigkeit Putz und Tapete.

"Reparaturen an der Kita müssen nicht im Haushalt verankert sein", betonte Bürgermeister Matthias Mann. Wo es notwendig sei, könne auch so etwas gemacht werden. "Investitionen werden nur in den Haushalt aufgenommen, wenn es Fördermittel gibt. Das greift aber nicht in Schwiesau", erläuterte Matthias Mann. Zudem müsse beobachtet werden, wie sich die Zahl der betreuten Kinder entwickelt. 2009 und 2010 wären nur drei Kinder in Schwiesau geboren worden, 2011 bisher keines.

Dennoch machte Helmut Fuchs noch einmal seinen Standpunkt deutlich: "Wir wollen ja keinen neuen Kindergarten bauen, aber dicht muss das Haus sein."

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