Aufatmen bei den Mitgliedern der Sparte Tennis des SV Oebisfelde. Die drei Tennisplätze auf dem Oebisfelder Sportplatz sollen nun doch schnellstens grundhaft ausgebaut werden. Darauf einigten sich die Mitglieder des Stadtrates bei ihrer Sitzung am Mittwochabend.

Oebisfelde. Im Vorfeld der Ratsversammlung hatte es einige Aufregung gegeben. Grund: Die Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses, allen voran Ausschuss-Vorsitzender Hans-Werner Kraul sowie UWG-Frau Kerstin Dörfel aus Klinze, hatten die vom Stadtrat beschlossene Ausgabe von 3800 Euro für die grundhafte Sanierung der Tennisplätze sowie weiterer, die Tennisanlage betreffende investive Maßnahmen, bemängelt. Bevor das Geld fließt, sollten noch einmal konkrete Zahlen auf den Tisch (wir berichteten).

Das sorgte für Unverständnis. Besonders natürlich bei den Mitgliedern der Sparte Tennis. Denn ihnen drohte, die Zeit davonzulaufen. Schließlich beginnen Anfang Mai die Punktspiele. Sollten bis dahin die Plätze nicht in Ordnung sein, sind Spielabsagen oder das Ausweichen auf Fremdplätze, alles verbunden mit Kosten, möglich.

Soweit soll es nun nicht kommen. Helga Elger, Vorsitzende der Tennissparte des SVO, stellte am Mittwoch den Räten die Arbeit der Sparte vor. Zum Beispiel, dass die Tennisakteure seit Jahrzehnten die Plätze vorbildlich pflegen und der Kommune, Besitzer der Anlage, damit erhebliche Kosten sparen.

Editha Bernick, viele Jahre Leiterin der Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde und nun für die SPD im Stadtrat tätig, brachte es vielleicht auf den Punkt: "Wir waren in Oebisfelde immer stolz darauf, dass es im Sportverein eine Tennissparte gibt. Betonen möchte ich noch einmal, dass ein Verein mit ein oder zwei Fußballmannschaften anders zu behandeln ist, als ein Verein mit mehreren Sparten und knapp 700 Mitgliedern. Daran ändert auch nichts, dass die Oebisfelder Fußballer im vergangenen Jahr einen eigenen Klub gegründet haben."

Hans-Werner Kraul räumte indes ein, dass es "ein Informationsdefizit" gegeben hätte und der Ausschuss keineswegs die Gelder für den Tennisplatz sperren wollte. "Das kann der Ausschuss nicht. Wir können nur empfehlen", so Kraul.

Resultat der Diskussion: Nach der Genehmigung des diesjährigen Haushaltes durch die Kommunalaufsicht, die in Kürze erwartet wird, soll die Platzsanierung schnellstens angeschoben werden.

Angesprochen von der Kritik des Sportausschusses fühlte sich aber auch der Etinger Harald Bock. Er kümmert sich mit weiteren Mitstreitern um die C-Junioren-Fußballer des 1. FC Oebisfelde. Grund: Kerstin Dörfel hatte bei der Oebisfelder Sportplatzbesichtigung ebenfalls bemängelt, dass die Plätze sowie sozialen Einrichtungen von Mitarbeitern des kommunalen Wirtschaftshofes in Schuss gehalten werden. In anderen Gemeinden sei das laut Dörfel Aufgabe der Vereine.

"Unsere Mannschaft ist aus Spielern aus vielen Orten der Einheitsgemeinde sowie anderen Orten zusammengestellt. Damit leben wir seit vier Jahren Einheitsgemeinde erfolgreich vor. Zum Spielen und Trainieren nutzen wir hauptsächlich den Oebisfelder Sportplatz. Er wird also auch von Sportlern genutzt, die nicht aus Oebisfelde stammen. Das Miteinander hat sich bewährt. Ich hoffe, das bleibt so. Auch mit Blick auf die gepflegten Sportanlagen in Oebisfelde", sagte Bock.

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