Viel Neues konnten die Beetzendorfer Heimatfreunde am Sonnabend ihren Gästen beim Tag der offenen Tür in der Heimatstube präsentieren. So entstand in den vergangenen Wochen ein zusätzlicher Ausstellungsraum, der auch Platz für das Archiv bieten soll.

Beetzendorf. Wer mehr über die Beetzendorfer Geschichte wissen will, ist in der kleinen Heimatstube, die der Verein der Heimatfreunde in der Alten Dorfstraße eingerichtet hat, bestens aufgehoben. Zahlreiche Exponate, Dokumente und Schautafeln erzählen hier vom Leben in früherer Zeit und von der Entwicklung des Dorfes. Davon konnten sich die Besucher des traditionellen Tages der offenen Tür am Ostersonnabend ebenso überzeugen wie von dem neuen Ausstellungsraum, den die Heimatfreunde in den vergangenen Wochen fertiggestellt haben.

Standen bisher nur zwei kleine Räume auf der linken Seite des Fachwerkgebäudes in der Alten Dorfstraße 26 für die Exponate zur Verfügung, so kann die Schau jetzt auf ein großes Zimmer auf der rechten Seite erweitert werden. Fußboden, Decke und Wände sind bereits hergerichtet, in den nächsten Wochen werden hier die ersten Ausstellungsstücke ihren Platz finden. Auch das Archiv der Heimatfreunde kommt hier unter. "Wir werden uns Archivboxen anschaffen und ein Regal aufstellen, wo die vielen Ordner einsortiert werden können", kündigte Heimatvereins-Vorsitzende Doris Tepelmann an.

Wenn alles fertig ist, kann der zweite Raum auch für Veranstaltungen genutzt werden. "Hier könnten zum Beispiel Buchlesungen stattfinden", schlug Doris Tepelmann vor. Dafür wolle sich der Verein noch ein paar stapelbare Stühle anschaffen. "Vielleicht können wir uns auch mit anderen zusammentun, etwa der Energiewende oder der Kirche und dann die Stühle später gegenseitig je nach Bedarf ausleihen", meinte die Beetzendorferin.

In dem noch recht kahlen Raum konnten sich die Besucher am Sonnabend eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Beetzendorfer Lokalzeitung "Die Heimat" anschauen, die von 1926 bis 1939 existierte. Auf der Rückseite der großen Schautafel war zudem ein Original-Schulaufsatz des Beetzendorfers Bernhard Kibellus über die Entwicklung des Dorfes zu finden. "Er muss zwischen 1938 und 1945 geschrieben worden sein, ein interessantes Zeitzeugnis", freute sich Doris Tepelmann über die in akkurater Sütterlin-Schreibschrift verfassten Seiten. Ein Hingucker waren zudem die drei alten Gruppenbilder der ehemaligen Haushaltungsschule aus den Jahren 1905 bis 1913. "Eines hatten wir auf dem Flohmarkt erworben, zwei weitere bekamen wir später von Beetzendorfern geschenkt", berichtete Tepelmann. Neben dem Besuch der Heimatstube konnten sich die Gäste auf dem Hof kulinarisch verwöhnen lassen und sich mit Informationsmaterial über Beetzendorf und seine Geschichte versorgen.