Auf seinem Weg quer durch Deutschland machte das Umweltmobil der Kaufland-Unternehmensgruppe auch an der Beetzendorfer Grundschule Station. Anhand verschiedener Beispiele erfuhren die Erst- bis Viertklässler, wie vielfältig die Natur ist und warum man sie schützen muss.

Beetzendorf. Uhu Ben war unbestritten der Star des Vormittags, als Albrecht Trenz und seine Mitstreiter mit dem Umweltmobil vor die Beetzendorfer Grundschule rollten. Der zahme Vogel spannte auf Kommando seine Flügel auf und ließ sich sogar von den Kindern streicheln. "So ein Uhu wird bis zu 80 Jahre alt und kann mit seinen Augen eine Maus auf zwei Kilometer Entfernung sehen", erklärte Trenz, der seit sieben Jahren Kindern im Rahmen des Umweltpädagogikprogramms die Geheimnisse der Natur nahebringt.

Passend zum "Jahr der Wälder" nahm der Experte die Erst- bis Viertklässler mit zu einem Ausflug in den heimischen Wald, für den niemand auch nur einen Schritt gehen musste. Denn das Umweltmobil hatte alles parat.

Die Schüler konnten die Geräusche verschiedener Tiere hören und anhand von Spuren erraten, ob sie es mit einem Fuchs oder einem Wolf zu tun haben. "Was ist das stärkste Tier des Waldes?", wollte Trenz von den Kindern wissen. Die Antwort überraschte: "Die Ameise, denn sie kann das Mehrfache ihres Körpergewichts tragen. Wenn sie eine Tannennadel wegschleppt, wäre das so, als ob ihr allein einen Baumstamm tragt", erklärte Trenz.

Auf dem Bildschirm konnten die Schüler die vergrößerte Abbildung eines Ameisenzahns sehen. "Der hat sogar eine eingebaute Zahnbürste", berichtete Albrecht Trenz, der den Kindern noch weitere interessante Fakten aus der Natur zu bieten hatte. So könne ein Wildschwein eine Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern erreichen. "Zum Vergleich: Usain Bolt, der schnellste Mann der Welt, läuft Tempo 48", so Trenz. Die Schüler vernahmen zudem mit Erstaunen, dass ein Bär trotz seiner Masse schneller ist als ein Pferd, dass sich Fuchs und Dachs manchmal denselben Bau teilen und dass ein Ameisenhaufen eine eigene Klimaanlage besitzt. Auch der Größenunterschied zwischen dem mit neun Zentimetern kleinsten Singvogel, dem Goldhähnchen, und dem mit 62 Zentimetern größten, dem Kolkraben, beeindruckte.

"Wir wollen die Kinder mit unserem Programm für die Natur begeistern und erreichen, dass sie sie achten und schützen. Denn die Natur braucht uns nicht, aber wir sie", erläuterte der Saarländer. Die besprochenen Themen werden von den Schülern hinterher im Rahmen des Unterrichts vertieft.

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