Mitglieder des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen waren am Mittwochabend zu Gast im Schloss Kunrau. Mit dabei auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking, die die Altmark als Landtagsmitglied betreut. Thema des Abends war der geplante Bau der Schweinemastanlage in Kunrau.

Kunrau. Gerade erst in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt, hat Dorothea Frederking sofort mit ihrer Abgeordnetenarbeit begonnen. Bei ihrem Besuch in Kunrau, der vom Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen empfohlen wurde, ließ sich die Landespolitikerin von Mitgliedern der BUND-Ortsgruppe Kunrau über den Stand des Protestkampfes gegen den Mastanlagenbau informieren. Gruppenmitglied Günter Zogbaum gab dabei einen chronologischen Abriss vom Bekanntwerden der Pläne für das Projekt über die Gründung der BUND-Ortsgruppe bis hin zur Abgabe der Einwendungen von Bürgern gegen den Bau beim Landesverwaltungsamt. Derzeit bereitet die Gruppe den Anhörungstermin vor, der ab 14. Juni im Schloss Kunrau beginnt und wohl drei Tage andauern wird.

Von der neu im Landtag vertretenen Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erwartet die Gruppe, "dass die Zusammenarbeit, die wir bisher als Gruppe mit dieser Partei gepflegt haben, so weitergeführt wird. Zudem möchten wir einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch, und bei der Problematik Massentierhaltung an einem Strang ziehen", wie Günter Zogbaum die Wünsche der BUND-Ortsgruppe gegenüber Dorothea Frederking formulierte. Immerhin sei die Partei Bündnis 90/Die Grünen die einzige Partei im Land gewesen, von der die Kunrauer Gruppe "effektiv und konstruktiv" unterstützt worden ist, wo hingegen von den anderen Parteien lediglich "Worthülsen" zu hören waren, wie Günter Zogbaum einschätzte.

Die Landtagsabgeordnete, die sich bei dem Treffen am Mittwochabend im Schloss fleißig Notizen machte, kündigte an, sich dem Anliegen der Kunrauer Gruppe annehmen zu wollen: "Wir werden die Problematik Kunrau, aber auch die anderer Bürgerinitiativen im Land in den Landtag mitnehmen, aber auch überlegen, wo dabei die Bundesregierung als Gesetzgeber gefragt und gefordert ist." Zusammen mit dem Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen soll in absehbarer Zeit eine Vernetzung der Bürgerinitiativen auf den Weg gebracht werden, um sich auszutauschen, Kräfte zu bündeln und eine stärkere Front zu bilden, wie Martin Schulz, Vorstand des Kreisverbandes Altmark-Salzwedel, ankündigte. Dabei wird auch Dorothea Frederking ihren Anteil leisten.

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