Kunrau/Immekath. Inge Bohndieck, über die ABS Drömling beim Fremdenverkehrsverein Jeetze-Ohre-Drömling beschäftigt, hat in wenigen Tagen in der Geschäftsstelle des Vereins ihren letzten Arbeitstag. Dann wird allein Vereins-Geschäftsführerin Gabriele Bock neben ihrer Arbeit in der Grundschule, im Ortsbüro Kunrau und der Bibliothek zwei Stunden pro Tag in der Geschäftsstelle arbeiten. "Das wird nicht ausreichen, um die viele Arbeit des Vereins zu bewältigen", wie Vereinsmitglied Hilde Heimann während der Mitgliederversammlung des Vereins anmerkte.

Matthias Mann, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Klötze und selbst Mitglied im Verein, erklärte, dass die Stadt derzeit mit der ABS Drömling in Personal-Verhandlungen für die Geschäftsstelle steht: "Wann und ob überhaupt noch mal jemand über den zweiten Arbeitsmarkt in der Geschäftsstelle arbeiten wird, vermag ich derzeit nicht zu sagen." Fakt sei jedoch, dass sich die Stadt mit jährlichen Personalkosten von etwa fünf Millionen Euro nicht leisten kann, dort weiteres Personal einzustellen. Zudem erlauben es die Finanzen der Stadt künftig nicht mehr, freiwillige Aufgaben, wie sie denn nunmal auch der Fremdenverkehrsverein leiste, finanziell zu unterstützen. Vielmehr müsse darüber nachgedacht werden, wie Anrufer einen Ansprechpartner finden, wenn die Geschäftsstelle nicht besetzt ist. Matthias Mann findet, dass dabei eine Hotline, Telefon-Rufumleitungen ins Rathaus nach Klötze, aber auch das Internet in Zukunft einer größere Rolle als bisher spielen müssen.