Zu einem heißen Feiertipp am 1. Mai hat sich das Anpumpen der alten Dorfpumpe gegenüber der ehemaligen Weddendorfer Schule entwickelt. Am Sonntag, zum früheren Kampftag aller Werktätigen, kamen nicht nur zahlreiche Weddendorfer, sondern auch viele Gäste aus Oebisfelde und den Ortsteilen. Gefeiert wurde bis zum frühen Abend.

Weddendorf. Kurz nach 10.30 Uhr war es so weit. Wilhelm Bischoff, Vorsitzender der örtlichen Jagdgenossenschaft und einer der Mitinitiatoren des Pumpenfestes, schritt zur Tat: Mit Hilfe von Pumpenangießer Axel Keßler brachte er die aufgemöbelte Pumpe in die Gänge und das Fest damit offiziell zum Laufen. Inzwischen zum vierten Mal und zum vierten Mal auch bei bestem Wetter. "Bis jetzt hatten wir immer Glück mit dem Wetter. Ich hoffe, das bleibt auch in den kommenden Jahren so", sagte Bischoff mit einem Blick in den strahlend blauen Himmel. Dass sich auch in den kommenden Jahren zum 1. Mai an der Pumpe getroffen wird, dürfte wohl angesichts des tollen Verlaufes der vierten Auflage außer Zweifel stehen.

Gemeinsam haben die Weddendorfer wieder an einem Strang gezogen - die Jagdgenossenschaft, die Feuerwehr und die Familie Koschnick mit ihrem Helferteam. Das Essen, abgerundet mit dem einen oder anderen Bier beziehungsweise Verdauungsschluck, schmeckte, die Gespräche an den vollbesetzten Tischen liefen munter und auch die Unterhaltung passte. Zum Beispiel durch den Kauschietenenne-Chor. Der sang, wie vor mittlerweile 22 Jahren noch üblich, keine Kampfeslieder, sondern wartete mit Frühjahrsweisen auf. Auch ohne die im Urlaub weilende Dirigentin Inge Thurisch einschließlich Akkordeon klappte das wunderbar. Ebenfalls klasse war der Auftritt der Breitenroder Feuerwehrmänner. Übrigens ist das alte 1.-Mai-Feiern in Weddendorf nicht ganz in Vergessenheit geraten. Franz Sett und Axel Keßler erschienen mit roter Mai-Nelke am Revers.

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