Klötze. Zum Polit-Frühschoppen hatte am 1. Mai die Basisorganisation Klötze der Partei Die Linke in die Pizzeria eingeladen. "Wir wollen über politische Themen diskutieren und auch nur miteinander reden", sagte Vorsitzender Bernd Hamann zur Begrüßung im Biergarten der Gaststätte. Gekommen waren nicht nur Linke-Mitglieder, sondern auch einige Sympathisanten.

Gerade für politische Themen hatten die Genossen einen kompetenten Vertreter an ihrer Seite. Andreas Höppner, Mitglied des Landesvorstandes der Partei und Betriebsratsvorsitzender der Großbäckerei in Immekath, konnte viele Fragen beantworten. Gerade mit der Öffnung des Arbeitsmarktes am 1. Mai für osteuropäische Länder stand ein Thema besonders im Mittelpunkt.

Für Andreas Höppner steht fest, dass mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit die Arbeitgeber versuchen, vermehrt Dumpinglöhne zu installieren.

Zu dem Thema hatte Andreas Höppner die Neuerscheinung Leben ohne Mindestlohn von Günter Wallraff, Frank Bsirske und Franz-Josef Möllenberg dabei. In dem Buch wird auch über die Großbäckerei in Immekath unter dem Titel "Aufstand in der Altmark" berichtet. Aus dem Buch las er einige Passagen vor. "Während in der Großbäckerei 2008 noch Löhne von 5,40 Euro gezahlt wurden, liegen wir jetzt mit Hilfe der Betriebsgewerkschaft bei 8,51 Euro", erklärte Andreas Höppner

Aber auch das Abrücken der Bundesregierung von der Solidargemeinschaft Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei den Beiträgen für die Krankenkassen war ein Thema. In Zukunft sollen Steigerungen der Beiträge der Krankenkassen nur noch von den Arbeitnehmern getragen werden, erläuterte Höppner. Ein weiterer Sozialabbau sei damit verbunden.

Schließlich nutzten die Linke-Mitglieder und Sympathisanten den Vormittag auch dazu, einfach miteinander zu sprechen, denn in der Runde hat man sich lange nicht gesehen.