Mehr als Tausend Schüler und Gäste von Schulen aus dem gesamten Altmarkkreis Salzwedel begingen gestern in Klötze den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen. Bei sportlichen Spielen und vielen Gesprächen wollten sie Vorurteile abbauen und die Probleme anderer besser verstehen lernen.

Klötze. Ein Bus nach dem anderen fuhr am Morgen am Fußballplatz neben der Zinnberghalle vor. Der Strom der Kinder und Jugendlichen aus dem Altmarkkreis riss einfach nicht ab. Auf dem Gelände tummelten sich bereits zahlreiche Schüler an riesigen aufblasbaren Hüpfburgen, Hindernis- und Rutschbahnen. Da wurde die offizielle Eröffnung des Protesttages, der eigentlich mehr ein Festtag war, schnell zur Nebensache.

Matthias Mann eröffnete als Bürgermeister der gastgebenden Stadt die Spiel-, Spaß- und Sportveranstaltung anlässlich des bereits 13. Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen. "Der Sport hat bei uns einen hohen Stellenwert und bietet die Möglichkeit zur Integration behinderter Mitbürger", verdeutlichte das Stadtoberhaupt. Ein besonders wichtiger Bereich dabei sei der Behindertensport, der inzwischen in ortsansässigen Vereinen zur Selbstverständlichkeit geworden sei. "Behinderte Sportler machen anderen mit ihren außergewöhnlichen Leistungen Mut", hob Matthias Mann hervor. Der Sport führe vor Augen, dass Fairness und Akzeptanz keine leeren Begriffe seien und die Menschen einander näher bringen.

"Nutzt diesen Tag zum Kennenlernen"

Der Bürgermeister würdigte besonders das Engagement von Horst Staaks, Vorsitzender des Behinderten- und Rehabilitationssportvereins Salzwedel, der den Protesttag in Klötze maßgeblich vorbereitete. Die Schirmherrschaft hatte Landrat Michael Ziche übernommen. In dessen Vertretung forderte die Gleichstellungsbe- auftragte des Altmarkkreises, Ilka Speckhahn, die Kinder auf: "Nutzt diesen Tag zum Kennenlernen." "Tobt euch richtig aus", fügte Horst Staaks hinzu.

Ob die Kinder das gehört haben, ist fraglich. Denn sie waren bereits auf den Hüpfburgen beschäftigt, beteiligten sich an sportlichen Wettbewerben, am Büchsenwerfen, Galgenkegeln oder anderen Spielen. Schlange standen die Kleinen, wo Luftballons für den Weitflugwettbewerb verteilt wurden. Wessen Ballon die längste Strecke zurücklegt, bekommt einen Preis.Beitrag folgt

 

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