Sicheres Auftreten im Straßenverkehr ist wichtig. Besonders in Orten mit viel befahrenen Straßen müssen Kinder gut auf die Gefahren und Regeln vorbereitet werden. Die Viertklässler der Kunrauer Grundschule hatten gestern ihre Fahrradprüfung.

Von Philip Najdzion

Kunrau. Jannes Nieder hält den Arm nach links. Schulterblick. Der Viertklässler biegt mit seinem Fahrrad von der Kunrauer Hauptstraße ab. "Sehr gut", ruft Polizist Gerd Schönfeld. "Besser kann man es nicht machen."

Die Kunrauer Grundschüler hatten gestern ihre Fahrradprüfung. Und die hatte es in sich. Diese Strecke gehöre mit zu den schwierigsten. Von der Hauptstraße mussten die Schüler nach links abbiegen. Der ein oder andere hatte dabei einen Lkw hinter sich. Da hieß es Ruhe bewahren.

"Bei zehn Schülern habe ich mir eine Eins plus notiert"

Am alten Konsum ging es los. An der Kreuzung mussten sie auf die Hauptstraße Richtung Neuferchau fahren - gut 100 Meter lang bis sie in die Lindenstraße abbogen. Das Ziel war die neu gebaute Wohnsiedlung. "Die Schüler müssen lernen mit schwierigen Strecken zurecht zu kommen", sagte Gerd Schönfeld. Es bringe nichts, auf unbefahrenen Strecken in sicheren Wohngebieten zu prüfen.

Der Polizist zeigte sich von der Leistung der Viertklässler angetan. "Bei zehn Schüler habe ich mir eine Eins plus notiert. Das ist eine sehr gute Leistung", sagte Gerd Schönfeld. Außer ihm halfen auch Reinhold Grobler und Ingolf Banse von der Verkehrswacht bei der Kontrolle. Und alle Viertklässler meisterten die Aufgabe und bestanden.

"Die Räder sind alle tipptopp. Das ist selten"

Zur Belohnung machten sie anschließend mit ihrer Klassenlehrerin Karin Frankenberger eine Radtour. Ziel war das Feuchtbiotop im Drömling.

Bereits tags zuvor waren die Mitarbeiter der Verkehrswacht an der Grundschule. Sie übten mit den Schülern einen Parcours und kontrollierten deren Räder. "So haben die Schüler noch Zeit, die Mängel abzustellen", erklärte Ingolf Banse. Doch in Kunrau gab es keine Mängel. "Die Räder sind alle tipptopp. Das ist selten", sagte der Verkehrswacht-Mitarbeiter.

Er habe es schon erlebt, dass Eltern ihre Kinder ohne Bremsen und ohne Licht fahren lassen. "Das geht gar nicht", sagt Ingolf Banse. Anders in Kunrau: Dort habe er auch im vergangenen Jahr keine Fehler gefunden.

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