Beetzendorf. "Ich hatte ja mit vielen Leuten gerechnet, aber dass der Aufruf so große Resonanz finden würde, hätte ich nicht gedacht", wunderte sich Beetzendorfs Pfarrer Joachim Geis am Sonntagnachmittag, als er die Menge an goldenen und diamantenen Konfirmanden vor dem Pfarrhaus begrüßte. Mehr als 50 waren nach Beetzendorf gekommen, um die Mitkonfirmanden von damals wiederzusehen und ihr Glaubensbekenntnis zu erneuern. Besonders groß war die Zahl derjenigen, die 1950 und 1951 den Konfirmationssegen erhielten. Gleich 36 der diamantenen Jubilare zogen gemeinsam mit dem Pfarrer und den Kirchenältesten in das Gotteshaus ein. Bei den goldenen Konfirmanden der Jahrgänge 1960 und 1961 waren es bedeutend weniger. "Das dürfte an den damaligen Zeitumständen gelegen haben. 1961 war das Jahr des Mauerbaus, der die deutsche Teilung zementierte. Das hat sich auch auf die Konfirmandenzahlen ausgewirkt", erklärte Joachim Geis.

Während einige der damaligen Beetzendorfer Konfirmanden nach wie vor in der Altmark wohnen, hat es andere in die entferntesten Ecken Deutschlands verschlagen. So reisten Teilnehmer aus Dresden, Dortmund, Krefeld, Ludwigshafen und sogar dem Schwarzwald an.

Der Festgottesdienst, bei dem die Konfirmanden erneut eingesegnet wurden und ihre Ehrenurkunden in Empfang nehmen durften, wurde vom Bläserkreis des Pfarrbereichs unter der Leitung von Peter Eggert sowie vom Beetzendorfer Projektchor musikalisch begleitet. Im Anschluss lud die Kirchengemeinde die Jubilare zum gemeinsamen Kaffeetrinken ein.

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