Seit drei Jahren gibt es die Jübarer Radfahrgruppe, deren Tourradius mit der Zeit immer größer wurde. Bald können dank eines zur Verfügung gestellten Transporters auch Radtouren in entfernteren Ecken absolviert werden.

Jübar. Die nähere und weitere Umgebung Jübars kennen die Mitglieder der Jübarer Radfahrgruppe bereits wie ihre Westentasche. 540 Kilometer zwischen Ohrdorf, Diesdorf, Ahlum und Poppau haben sie seit Gründung 2008 im Sattel zurückgelegt. "Insgesamt 420 Radler haben sich daran beteiligt. Das sind zwar noch nicht die Zahlen, die die Klötzer Radler um Hans Tafelski vorweisen können, aber wir arbeiten dran", verkündete Gruppenleiter Frank Boy während der Jahreszusammenkunft. Im vergangenen Jahr stiegen 159 Teilnehmer bei den verschiedenen Touren in die Pedalen. "208 Kilometer haben wir geschafft. Das sind im Schnitt 26 pro Tour, an der durchschnittlich 20 Radler teilgenommen haben", bilanzierte der Jübarer.

Alle acht Fahrten des vergangenen Jahres seien sehr gut angenommen worden. So besuchten die Radler im Mai eine Hobbywerkstatt in Tangeln, radelten im Juni nach Eickhorst, im August zur Nudelmanufaktur nach Hilmsen und schauten sich im September bei Bilderbuchwetter das Ökodorf Sieben Linden an. Im Oktober war der Taufkessel bei Mellin das Ziel der Fahrradfreunde, die das Tourjahr im November in Lüdelsen gemütlich ausklingen ließen.

"Wir haben festgestellt, dass sich manche Touren schon wiederholen und wir die Umgebung weitgehend erkundet haben", meinte Frank Boy. Fahrten in entferntere Gegenden scheiterten bisher an einer fehlenden Transportmöglichkeit für die Räder. Doch dieses Manko ist jetzt beseitigt. Der Jübarer Werner Tiede stellt den Radlern einen Hänger zur Verfügung, auf dem bis zu 18 Fahrräder Platz finden. Angekoppelt an das Auto von Norbert Schulz kann so jeder beliebige Platz in Deutschland als Startpunkt einer Tour angesteuert werden. "Sollte größeres Interesse bestehen, laden wir den Hänger auch zweimal voll", kündigte Frank Boy an.

Der Jübarer bedankte sich bei seinen Mitstreitern im Radlerrat, die alle eine bestimmte Aufgabe für die Vorbereitung und Organisation der einzelnen Touren zu erledigen haben. So ist Klaus Meyer etwa für die Festlegung der genauen Route jeder Fahrt verantwortlich, die zudem auch vorher abgefahren wird. Norbert Schulz hat den Part der Pannenhilfe von Heinz Felde übernommen, der im vergangenen Jahr überraschend verstorben war.