Für die morgige Saisoneröffnung im Apenburger Waldbad hat sich der Bad-Förderverein in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt. Becken wurden geschrubbt, der Pinsel geschwungen und jede Menge Werbung gemacht. Ziel: möglichst viele Besucher in das Waldbad locken, um die Einrichtung auch für die nächsten Jahre zu erhalten.

Apenburg. Von den beiden Bädern, die die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf in ihre Trägerschaft übernommen hat, benötigt das Apenburger Waldbad den höchsten Zuschussbedarf. Zwar konnten dank guten Wetters in der vergangenen Saison 13560 Euro auf der Einnahmenseite verbucht werden, doch allein für die Chemie stehen dafür im Gegenzug knapp 17000 Euro an Ausgaben. Dennoch gelang es, unter höchsten Kraftanstrengungen mit dem von der VG gesetzten Höchstbetrag von 40000 Euro Zuschuss auszukommen.

Die schwierige Situation, die auch die Zukunftsperspektiven ungewiss macht, entmutigt die Apenburger und allen voran den Waldbad-Förderverein jedoch keineswegs. "Wir werden alles dafür tun, dass das Bad auch in den nächsten Jahren öffnet, und sind dazu bereit, der Verbandsgemeinde gegebenenfalls unter die Arme zu greifen", erklärte Vorsitzender Jürgen Ulrich während der Vorstandssitzung am Mittwoch. Eine Möglichkeit wäre, dass Mitglieder des Fördervereins die Eintrittskassierung selbst übernehmen, um Kosten zu sparen. "Das wäre ein Angebot, sollte in diesem Jahr das Ziel nicht erreicht werden", so Ulrich. Auch eine teilweise Übernahme, etwa nur an bestimmten Tagen oder am Wochenende, sei denkbar.

Überstunden sind künftig begrenzt

Ein Problem der Vergangenheit, das zusätzliche Kosten verursacht hat, waren die Überstunden des Schwimmmeisters. Die wurden inzwischen durch die Verbandsgemeinde begrenzt. Wer vormittags, vor der offiziellen Öffnung des Bades, ein paar Runden im Becken drehen möchte, muss auf einem Zettel unterschreiben, dass er dies auf eigene Verantwortung tut.

Die Mitglieder des Fördervereins haben in den vergangenen Wochen aber auch selbst im Waldbad Hand angelegt. "Das war eine Sauarbeit, zumal im Herbst nichts gemacht wurde", erklärte Eberhard Dierks, Schatzmeister des Vereins. So habe der Verein bei großer Hitze die Becken gestrichen und auch das Kärchern des Beckens bezahlt.

Damit das Waldbad eine Zukunft über die Saison hinaus hat, können aber auch die Apenburger selbst und die Einwohner der Nachbargemeinden etwas tun. "Vor allem, indem sie Jahreskarten kaufen. Jede Jahreskarte hilft dem Bad", appellierte die stellvertretende Vorsitzende Sabine Fischer an die Bürger. Bei dem Apenburger Peter Warlich fiel dieser Aufruf sofort auf fruchtbaren Boden. "Ich werde eine Jahreskarte kaufen, auch wenn ich nicht schwimmen gehe", kündigte er spontan an.

Auch die Werbung hat der Förderverein verstärkt. So sollten Infozettel über die Waldbad-Saisoneröffnung an die Schüler der Grundschule und die Kinder in den Kitas Apenburg, Winterfeld und Lockstedt verteilt werden. "Am besten in die Brotbüchse legen, damit die Eltern sie auch tatsächlich erhalten", riet Interessenvertreter Mark Wöllmann, der ebenfalls an der Vorstandssitzung des Fördervereins teilnahm.

Eintrittskarten nehmen an Tombola teil

Die offizielle Saisoneröffnung selbst soll morgen um 13 Uhr erfolgen. "Ab 10 Uhr wird das Bad aber schon geöffnet sein", erklärte Jürgen Ulrich. Jede Eintrittskarte, die an diesem Tag gekauft wird, nimmt an einer Tombola teil. Für diese hat der Förderverein etliche Preise organisiert. "Wobei eine gesonderte Auslosung unter den gekauften Jahreskarten geplant ist. Für die stehen auch höherwertige Gewinne zur Verfügung", kündigte der Vorsitzende an. Die Jüngsten dürfen sich zudem über einen Luftballonwettbewerb freuen. Mit einer kleinen Karte an Bord sollen die Ballons auf die Reise geschickt werden. Für das leibliche Wohl ist den ganzen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen gesorgt.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Überschneidung der Saisoneröffnung mit dem Burgsingen der Liedertafel, das ebenfalls morgen Nachmittag stattfindet. "Das ist sehr schade, aber leider nun nicht mehr zu ändern. Der Sonnabend als Eröffnungstag wäre sicherlich besser gewesen", meinte Jürgen Ulrich. Ratsmitglied Peter Warlich hatte jedoch auch für dieses Problem die passende Lösung parat. "Erst schwimmen, dann singen", gab der Apenburger die Losung für die Besucher vor.

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