Nun ist sie da: Nach jahrelangen Diskussionen ist die stilisierte Eichenskulptur, das Wappensymbol der Stadt Klötze, auf der Insel des Kreisverkehrs mit einem Autodrehkran aufgestellt worden. Mit dabei der Architekt Horst Jürgen Otto, der die Skulptur entworfen hat.

Klötze. Sehr langsam rollten die Autos am Sonnabendmorgen am Kreisverkehr vorbei. Die Blicke der Insassen wanderten in die Mitte des Kreisels, wo seit wenigen Minuten die imposante Eiche aus Stahl thronte. Am höchsten Punkt prangt ein grünes Eichenblatt.

Entworfen hat die Skulptur der Architekt Horst Jürgen Otto aus Hohenlangenbeck. Die Vorgaben, die er bekam: Er sollte das Wappensymbol von Klötze, die Eiche, so als Skulptur umsetzen, dass sie auf der Kreiselinsel Platz findet, dauerhaft haltbar ist und sich bestimmte Eigenschaften wiederfinden. "Darin sollte die Offenheit und Transparenz der Stadt zum Ausdruck kommen", verdeutlichte Horst Jürgen Otto.

Rund einen Monat hat er von der Idee "mit allem Drum und Dran", wie er es ausdrückte, bis zur Fertigstellung der Pläne benötigt. Die Herstellung der Metallkonstruktion hat die Firma Nieder aus Kusey übernommen. Deren Mitarbeiter haben die drei Tonnen schwere Skulptur am Sonnabend auch aufgestellt. "Sie ist aus dem Stahl mit der Bezeichnung S 275 JR gefertigt", berichtete Norbert Nieder.

Was noch fehlt, sind die Elemente aus Sicherheitsglas, die durch unterschiedliche Lochquerschnitte von 20 bis 50 Zentimeter durchbrochen sind. Der höchste Punkt der Glaselemente beträgt 4,20 Meter, der des stählernen Baumes zirka 3,30 Meter, erläuterte Horst Jürgen Otto.

Farbig gestaltet wird die Skulptur nicht. Vielmehr soll sie selbst eine Patina bilden. "Das Leben selbst bringt die Fülle in die Skulptur", begründete der Architekt. Er hofft, dass die gewünschte Symbolkraft der Eiche aus Stahl und Glas erreicht wird.

Zur weiteren Gestaltung sagte Horst Jürgen Otto, dass der Innenring mit einer Kiesauffüllung gefasst wird. Außen sorgen Buchsbaumpflanzen für einen Rahmen. Beleuchtet wird die Skulptur mit einem Spot am Eichenblatt und weiteren Strahlern aus dem Innenbereich.

Der Klötzer Bernd Hesse hatte die Eiche aus Stahl ins Gespräch gebracht. Er lehnte den zuvor diskutierten Eichenstumpf aus Holz ab. Finanziert wurde die Skulptur aus Spenden von Bernd Hesse, Dr. Wilfried Schielke und weiteren Privatpersonen.

"Das Schöne ist doch, dass Einwohner von Klötze durch ihre Spendenbereitschaft die Stadt selbst mitgestalten", würdigte Horst Jürgen Otto. "Dieses Engagement fehlt mancherorts noch."

Bereits am Sonnabend, 11. Juni, soll die Skulptur mit einem Programm feierlich eingeweiht werden. Bis dahin müssen noch die Glaselemente eingesetzt werden. An diesem Tag wird der Kreisverkehr von 8 bis 18 Uhr gesperrt. Ab 18 Uhr wird es einen kleinen Imbiss geben.

Bilder