Das einstige Auto für das Volk in der DDR, der Trabant, hat auch heute noch seine Liebhaber. Das wurde einmal mehr bei dem Treffen der Trabi- und IFA-Freunde am Wochenende in Klötze deutlich.

Klötze. Dort zeigten Fans des "Plaste-Bombers" zirka 30 ihrer Schmuckstücke (wir berichteten). Darunter waren einige, die unter der Motorhaube ein kleines Geheimnis bargen. Patrick Weiß aus Nauen beispielsweise hatte in seinen Trabant der letzten DDR-Stunde den 1.1-VW-Motor gegen einen 1.3-Polo-Motor ersetzt und aus dem Auto ein Cabrio gemacht. "Auch die Elektrik und das Fahrgestell sind vom Polo", erläuterte der Tüftler. 75 Pferdestärken bringt der Einspritzer auf die Straße. "Der geht ab wie ´ne Biene", freute sich Patrick Weiß, der mit dem Trabi standesgemäß von Nauen bis Klötze gefahren war.

Bei Manuela Teichmann konnten sich Kinder schminken lassen. Auch Chantale Reichenbach aus Klötze ließ sich von ihr bunt dekorieren. Zum Austoben hatten Kai-Uwe Habel, Vorsitzender der gastgebenden Trabi-Freunde, und sein Team für die Kinder eine Hüpfburg aufgestellt. Er dankte allen Sponsoren, die das Trabi-Teffen erst ermöglichten.

Zu den Ausstellern gehörte auch der Wernigeröder Uwe Steding. Er hatte seinen P50 von 1959 mitgebracht. Nur 23 PS steckten unter der Haube des Auto-Seniors, aber unter dem Kühler blitzte schon das neue Tagfahrlicht auf. "Das Auto ist erstmals nach den neuen Bestimmungen zugelassen", berichtete Uwe Steding. "Das Tagfahrlicht habe ich einfach mit anbauen lassen."

Am Sonnabendvormittag starteten die Trabi-Freunde zu einer Ausfahrt. 13 der fahrenden Liebhaberstücke starteten in Richtung Böckwitz, wo die Fahrer das Grenzmuseum besuchten.

   

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