Stadtwehrleiter Rene Preim ist zurückgetreten. Als Grund dafür gab er persönliche Gründe an. Einer seiner Stellvertreter, Hans-Heino Meuser, wird das Amt ab morgen bis zur Neuwahl kommissarisch übernehmen.

Oebisfelde. Rene Preim ist von seinem Amt als Leiter der Wehr der Stadt Oebisfelde-Weferlingen zurückgetreten. Seit April vergangenen Jahres hatte der aus Etingen stammende Feuerwehrmann dieses Amt bekleidet. Seinen Rücktritt teilte er in der vergangenen Woche Bürgermeisterin Silke Wolf mit.

Bereits bei seinem Amtsantritt hatte Preim klargemacht, dass er klare Vorstellungen von der Ausübung dieses Amtes habe und auch davon, wie diese Aufgabe mit seiner Familie zu vereinbaren sei. Er hatte schon im vergangenen Jahr kein Geheimnis daraus gemacht, dass seine Familie immer Vorrang haben werde. Wenn seine Familie leide, weil der Zeitaufwand zu groß sei oder in Unstimmigkeiten, die die Feuerwehrarbeit betreffen, hineingezogen werde, würde er als Stadtwehrleiter zurücktreten, hatte er schon im vergangenen Jahr gesagt. Und auch an sich selbst hatte Preim bei Amtsantritt hohe Ansprüche. Wenn er eine solche wichtige Aufgabe übernehme, wolle er sie auch hundertprozentig gut machen können, hatte er betont.

Mindestens einer der Punkte war wohl nun nicht mehr gewährleistet. Hinzu kommt wohl außerdem, dass sich die Zusammenarbeit der Wehren aus dem nördlichen und südlichen Stadtgebiet noch immer schwierig gestaltet. Preim selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bürgermeisterin Silke Wolf bedauerte die Entscheidung von Rene Preim sehr: "Er war einer der Besten. Er hat in der relativ kurzen Zeit einiges bewegt und nicht auf die Uhr geschaut, war immer zur Stelle. Vor allem habe ich seine Loyalität zu schätzen gewusst."

Ab morgen wird einer seiner bisherigen Stellvertreter, Hans-Heino Meuser aus Oebisfelde, der in der Stadtwehrleitung für die Einsatztechnik zuständig ist, dieses Amt bis zur Neuwahl kommissarisch bekleiden. Ein Termin für diese Wahl steht noch nicht fest. Rene Preim bleibt der Stadtwehrleitung aber auch zukünftig beratend und unterstützend erhalten.