Zwei Jahre lang galt für die Wenzer Kirche ein durch die Denkmalschutzbehörde verhängter Baustopp. Der ist jetzt aufgehoben und erforderliche Sanierungs- und Umbauarbeiten könnten beginnen, wie Kuseys Pfarrer Bernd Schulz ankündigt.

Wenze/Kusey. Etwa 30000 bis 35000 Euro sollen für die Sanierung und den Umbau der Wenzer Dorfkirche eingesetzt werden. "Wenn unser Konzept genehmigt wird, dann könnten wir mit einer 45-prozentigen Förderung rechnen", erklärt Kuseys Pfarrer Bernd Schulz und gibt Auskunft zum geplanten neuen Konzept. Neben einer Sanierung des Fachwerks (insbesondere im Schwellbereich), dem Einbau einer neuen elektrischen Läuteanlage mit Erneuerung der Elektroanlage und Malerarbeiten, soll unter dem Motto "Kirche nah am Drömling" auch etwas Besonderes in dieser Kirche eingerichtet werden. "Uns schwebt vor, in der Kirche einen Raum einzurichten, in dem Schulklassen oder auch Reisegruppen Platz nehmen können. Ihnen sollen beispielsweise Vorträge über die Kirche oder auch den Drömling in diesem Raum angeboten werden", wünscht sich Bernd Schulz.

Und mehr noch: In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Drömling möchte er in diesem Raum vielleicht auch eine Ausstellung über den Drömling, "und vielleicht auch eine kleine Bibliothek mit Büchern über den Drömling perspektivisch einrichten". Solch ein Raum, so der Kuseyer Pfarrer, stelle eine touristische Bereicherung dar, bietet aber auch die Gelegenheit, die Kirche nicht nur zu den Gottesdiensten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allein die Wenzer Kirche zu den Gottesdiensten zu öffnen, wäre schade, wie Bernd Schulz findet, denn das Gotteshaus sei reich an Geschichte. Vorträge oder auch Kulturveranstaltungen dort anzubieten, sind Ideen, die Pfarrer Bernd Schulz nach den Sanierungs- und Umbauarbeiten vorschweben. Selbst Buchlesungen seien in dieser Kirche durchaus denkbar, findet er. Zudem glaubt er, dass mit der geplanten Zusammenlegung der Pfarrbereiche Gottesdienste auch in Wenze in immer größeren Abständen stattfinden werden als bisher: Das erfordere, sich stärker als bisher Gedanken darüber zu machen, wie Kirchen in der Region auch neben den Gottesdiensten durch die Kirchen- und Dorfgemeinde genutzt werden könnten. Zusammen mit den Mitgliedern der Kirchgemeinde möchte er darüber in der nächsten Zeit weitere Überlegungen anstellen.

Verbunden mit den geplanten Arbeiten in der Wenzer Kirche ist auch, dass die derzeitigen Bänke in dem Gotteshaus durch flexible Bänke, wie sie auch die Kirche in Neuferchau schon hat, ausgetauscht werden.

Wann die Gelder für die geplanten Arbeiten und die Umsetzung des neuen Konzeptes für die Wenzer Kirche fließen werden, vermochte Bernd Schulz noch nicht zu sagen. Er hofft jedoch darauf, dass die Arbeiten in diesem Jahr beginnen können, schließt aber nicht aus, dass es vielleicht dann doch erst so richtig im nächsten Jahr losgehen kann. "Wenn die Gelder erst für das nächste Jahr bereitstehen, müssen wir im Gemeindekirchenrat noch einmal genau darüber beraten, wie wir das Konzept umsetzen werden", kündigt der Pfarrer an.

Sicher ist er sich indes jetzt schon, dass man für die anstehenden Arbeiten auch wieder auf Spendengelder aus der Bevölkerung angewiesen sein wird. Gute Erfahrungen mit der Spendenbereitschaft der Kirchenglieder hat Bernd Schulz in den vergangenen Jahren ja schon gemacht, so "dass mir nicht bange davor ist, dass wir das nicht auch für die Wenzer Kirche mit Unterstützung der Bürger und der kommunalen Entscheidungsträger hinbekommen".