Nettgau/Gladdenstedt/Wenze/Röwitz (ri). Wieder Stromausfall in der Altmark: Regen hat in der Nacht zum 31. Dezember erneut Bäume auf Leitungen des Stromnetzbetreibers E.ON Avacon stürzen lassen. Die Folge: Gerissene Leitungen und Stromausfall in mehreren Orten. Betroffen waren diesmal beispielsweise Nettgau und Gladdenstedt. "Um 4 Uhr trat die Störung ein, nach anderthalb Stunden waren die meisten Kunden wieder versorgt. Als Ursache stellten sich umgestürzte Bäume auf dem Abzweig Gladdenstedt heraus", erklärte E.ON-Avacon-Sprecherin Corinna Hinkel. Mitarbeiter des Unternehmens hätten sofort mit den Reparaturarbeiten begonnen, damit auch der letzte Teil von Gladdenstedt wieder versorgt werden könne.

Am Neujahrstag gab es dann keinen Strom in Röwitz und in Wenze. Zwischen 20 und 21 Uhr standen die Leitungen in den beiden Dörfern nicht unter Spannung. Die Feuerwehren hatten in dieser Zeit ihre Gerätehäuser besetzt.

Warum trotz Tauwetters und Regen anstelle von Schnee derartige Probleme auftreten, liege daran, dass sich der auf den Bäumen liegende Schnee mit Wasser vollsauge, erklärt Corinna Hinkel. Damit werde die Last, die ohnehin auf den Bäumen liegt, um ein Mehrfaches erhöht. Die Folge davon: Viele Bäume, die den Schneemassen standhalten konnten, knicken erst jetzt unter der Last ein. Durch die Waldgebiete verlaufen Mittelspannungs-Freileitungen, die von den umstürzenden Bäumen in Mitleidenschaft gezogen würden. In den Leiterseilen hängende Äste oder durch Bäume zerrissene Leitungen sorgen dann für Stromausfälle. "Stellenweise kann man gar nicht so schnell sägen wie die Bäume umknicken, sind sich unsere Mitarbeiter und Forstarbeiter einig, die schon seit den frühen Morgenstunden unterwegs gewesen sind" berichtete die Unternehmenssprecherin. Dabei sei die Arbeit gefährlich, da weitere Bäume umzustürzen drohten. In den Wäldern stehen hauptsächlich Kiefern, die durch ihre Struktur besonders viel Schnee in der Krone zu tragen haben, berichtet Corinna Hinkel.