Seit mehr als 15 Jahren ist Heike Ellen Pieper als Geistheilerin Aveta Inanna tätig und will den Menschen helfen, indem sie deren Selbstheilungskräfte aktiviert. Doch früher glaubte sie selbst nicht an ihre Fähigkeiten.

Jeggeleben l Kleine Feen-Figuren und Buddha-Statuen stehen in ihrem Vorgarten. "Haus Elfenhain" steht in verschnörkelten Buchstaben über der Eingangstür. Das alles lässt das Anwesen von Heike Ellen Pieper alias Aveta Inanna romantisch verspielt erscheinen. Die Hausherrin selbst verstärkt diesen Eindruck, denn sie trägt ein wallendes dunkelblaues Kleid aus schwerem Samt. Ihr langes, blondes Haar umschmeichelt das fein geschnittene Gesicht. Sie hält ihren Schamanenstab in der Hand. Der mit Federn, Glöckchen und Lederschnüren geschmückte Zweig verleiht der Geistheilerin eine mystische Aura. Beim Betreten des Hauses schlägt dem Besucher der intensive Duft von Räucherstäbchen entgegen. Das Behandlungszimmer der Geistheilerin dominieren warme und kräftige Farben. Kerzen tauchen den Raum in weiches Licht. "Dieses Zimmer soll den Besucher von dem Leben draußen abschirmen und eine ruhige Atmosphäre schaffen", erzählt die Jeggelebenerin. "Die Leute sollen sich hier entspannen und loslassen können." Nur so sei eine Behandlung auch erfolgreich: Der Geist muss frei sein, um geheilt werden zu können.

"Schamane bedeutet so viel wie Helfer des Menschen", erklärt die 47-Jährige. Schon im alten Germanien heilten Schamanen die Menschen. Damals war die Weisheit aber noch weiblich. "In jedem Ort gab es eine sogenannte Wise Fru, die von den Menschen aufgesucht wurde, wenn sie krank waren oder Probleme hatten", erklärt Pieper. Schamanen seien sozusagen die ersten Psychologen und Heiler gewesen. "Genau wie die Schamanen damals befasse ich mich mit dem Geist des Menschen. Ich rede mit dem Unterbewusstsein meiner Klienten und versuche so, die Selbstheilungskräfte in Gang zu setzen." Seelische und körperliche Leiden könnten so gleichermaßen mit Hilfe der Geistheilerin gesunden. "Ich lade die Menschen mit positiver Energie auf und finde die Ursachen seelischer Leiden. So kann der Geist sich erholen." Mit Scharlatanerie habe das alles nichts zu tun. "Natürlich glaube ich an meine Kräfte", sagt Pieper. "Aber auch skeptische Menschen, die zu mir kommen, erleben oft erstaunliche Fortschritte in ihrer Genesung."

Dabei wehrt sich die Jeggelebenerin entschieden dagegen, mit einem Arzt gleichgesetzt zu werden. "Ich lehne die Schulmedizin keineswegs ab und weiß, dass viele Krankheiten nur durch einen Arzt geheilt werden können." Klienten, denen sie nicht helfen kann, schickt sie immer zum Arzt. Aber unterstützend zu einer Therapie seien Sitzungen bei ihr durchaus sinnvoll. "Es gibt auch Fälle, in denen Patienten von ihren Ärzten zu mir überwiesen werden, weil ihr Können einfach erschöpft ist."

Besprechungen, Lichttherapie, Kartenlegen oder Visionsreisen gehören mittlerweile zum Repertoire der Geistheilerin, die vor fast 20 Jahren ihr Leben völlig umgekrempelt hat. "Ich war Vermessungstechnikerin und saß damals nur im Büro, aber wollte mehr mit Menschen arbeiten. Ich war sehr unglücklich zu dieser Zeit. Hinzu kam noch das Ende meiner Ehe, und ich stürzte in eine tiefe Sinnkrise", erzählt Pieper. "Da erinnerte ich mich an meine Oma, die schon Besprechungen durchgeführt hat, als ich noch ein kleines Kind war, und plötzlich erschien mir das Thema Geistheilen sehr interessant", so die Jeggelebenerin.

Damals habe sie dem Können ihrer Oma keine Bedeutung beigemessen. Ihre Oma habe immer gesagt, dass sie das erst verstehen könne, wenn sie älter sei. Und sie sollte schließlich Recht behalten. "Ich habe mich intensiv mit dem Thema Geistheilen auseinandergesetzt und eine intuitive Massage-Ausbildung begonnen." Eigentlich wollte sie nur etwas ganz anderes machen als früher. "Ich war mir auch während meiner Ausbildung noch nicht sicher, ob Geistheilung Quatsch ist. Ich war die Zweiflerin vor dem Herrn", sagt Pieper schmunzelnd. "Erst als ich in der Ausbildung meine erste Besprechung gemacht habe, merkte ich, dass durch meine Hände tatsächlich heilende Kräfte fließen und ich etwas bewirken kann." Heute, nach mehr als 15 Jahren mit der Tätigkeit als Geistheilerin und Schamanin, fühlt sich die 47-Jährige glücklich und zufrieden in ihrer Arbeit und möchte das an die Menschen weitergeben.

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